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Hautgebäude soll im Frühjahr 2023 stehen

„Ein guter Tag“: Die Vogtareuther bekommen endlich ihren Bauhof

Freuen sich, dass es jetzt endlich losgeht: (von links nach rechts)Wolfgang Mayer, Bernhard Obermaier und Bernhard Spiel vom Vogtareuther Bauhof, Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter, Bauamtsleiterin Jeanette Sonntag, Planer Anton Wenisch und Zweiter Bürgermeister Hans Bürger-Schuster beim Spatenstich.
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Freuen sich, dass es jetzt endlich losgeht: (von links nach rechts)Wolfgang Mayer, Bernhard Obermaier und Bernhard Spiel vom Vogtareuther Bauhof, Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter, Bauamtsleiterin Jeanette Sonntag, Planer Anton Wenisch und Zweiter Bürgermeister Hans Bürger-Schuster beim Spatenstich.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Die Vogtareuther und ihr Bauhof, das war noch nie eine Liebesgeschichte. Und es ist auch keine Geschichte, die ihr Ende schon gefunden hat. Eigentlich fängt sie gerade erst an: Am Montag fiel der Startschuss für die Bauarbeiten.

Vogtareuth – Bernhard Spiel hat lange auf diesen Tag gewartet. Der Leiter des Vogtareuther Bauhofes steht in grell-orangenem Arbeitsanzug und Mütze auf dem Kopf am Rande eines aufgegrabenen Feldes im Vogtareuther Gewerbegebiet. Dort soll bis Frühjahr 2023 der neue Bauhof entstehen.

Soll Arbeitsablauf für Mitarbeiter erleichtern

Bis jetzt hat die Gemeinde keinen. Die Geräte und Maschinen der Mitarbeiter sind aktuell noch über die ganze Gemeinde verteilt. Einige stehen beim Wertstoffhof, andere nahe der Schule. Jetzt soll alles zentral zusammengefasst werden. „Das erleichtert den Arbeitsablauf schon sehr“, sagt Spiel.

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Und sei auch weniger störend für die Bürger. Denn wenn die Bauhofmitarbeiter im Winter frühmorgens mit ihren Maschinen mitten im Ort zum Streuen und Räumen ausrücken, sei das oft laut.

Für Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG), der sich für den Spatenstich extra Gummistiefel angezogen hat, ist das Projekt eines der wichtigsten seines acht Jahre langen Bürgermeisterdaseins. „Als ich angetreten bin, war das eines meiner Ziele: Dass die Gemeinde einen Bauhof bekommt“, sagt er. „Das ist ein guter Tag.“

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Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt das Thema Bauhof die Gemeinde. Mal wurde das Projekt aufgeschoben, weil kein Geld da war. Dann war wieder etwas anderes wichtiger. Oder das ins Auge gefasste Grundstück war doch nicht geeignet. Auch die Überlegungen, mit der Gemeinde Griesstätt einen Bauhof zu teilen, liefen ins Nichts. Obwohl das beide Gemeinden finanziell deutlich entlastet hätte. „Ein Bauhof mit Griesstätt zusammen wäre aber nicht sonderlich praktikabel, weil jeder Bauhof andere Abläufe und Gepflogenheiten hat“, sagt Spiel. Zweiter Bürgermeister Hans Bürger-Schuster (CSU-parteifreie Wähler) sieht eher bei Spezialmaschinen wie Wegpflegegeräte das Potenzial, mit einer anderen Kommune zusammenzuarbeiten.

Kosten liegen bei 1,8 Millionen Euro

Anfang Oktober hatte Bauhof-Planer Anton Wenisch dem Gemeinderat eröffnet, dass das Projekt eine halbe Million Euro teurer wird, als bei Planungsbeginn 2018 ursprünglich geschätzt. 1,8 Millionen Euro kostet der gesamte Bauhof Stand jetzt. Die zusätzliche halbe Million will die Gemeinde aus dem Verkauf von Grundstücken und durch einen Zwischenkredit finanzieren.

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Als Gründe für die höheren Kosten nannte Wenisch damals gestiegene Rohstoffpreise aufgrund von Corona, die normale Teuerungsrate bei Großprojekten und hohe Kosten beim Ausheben einer Grube auf der Baustellen. Begeistert war davon niemand, aber umplanen wollte der Gemeinderat auch nicht. Die Mitglieder einigten sich stattdessen darauf, den Bau der Kalthalle für zusätzliche Geräte und Maschinen zu verschieben. Außerdem soll das Gelände erst einmal nicht geteert werden.

Erst wird Grube ausgehoben

Jetzt beginnen auf dem Grundstück im Gewerbegebiet die Erdarbeiten. Arbeiter begradigen laut Wenisch das Gelände, heben eine Grube aus und füllen sie mit Kies auf. Der Kies, erklärt Bauamtsleiterin Jeanette Sonntag, bewirke, dass das Hauptgebäude des Bauhofes sicher steht. Dieses soll ab Ende Mai gebaut werden. Darin sind Garagen, Sanitäranlagen, Büros und eine große Halle angesiedelt. Eine Heimat für Bernhard Spiel und seine Kollegen.

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