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Ein bewegtes Leben geht zu Ende: Harald Grella aus Vogtareuth ist verstorben

Harald Grella, langjähriger Gemeinderat in Vogtareuth, ist verstorben.
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Harald Grella, langjähriger Gemeinderat in Vogtareuth, ist verstorben.

Die Vogtareuther haben ein aktives Gemeindemitglied verloren. Harald Grella ist mit 81 Jahren verstorben. Ein Rückblick auf ein langes, bewegtes Leben.

Vogtareuth

Harald Grella wurde am 18. Juli 1939 im oberschlesischen Bad Warmbrunn geboren. Während der Vater in den Krieg ziehen musste und dabei auch in Gefangenschaft geriet, musste Harald Grella mit seiner Mutter und dem zwei Jahre älteren Bruder flüchten. In Traunstein fand die Familie wieder zusammen.

Bei der Bayerischen Polizei beworben

Nach seiner Schulzeit erlernte Harald Grella bei der Deutschen Bundesbahn zunächst das Schlosserhandwerk. Als sich ein Freund bei der Polizei bewarb, beschloss er – zunächst mehr aus Spaß – sich ebenfalls zu bewerben. Bei den damaligen Einstellungsvoraussetzungen wäre er dabei fast an der Tatsache gescheitert, dass er Brillenträger war. Er kämpfte aber um die Einstellung und fand so zu seinem Lebensberuf, heißt es aus dem Vogtareuther Rathaus.

Obwohl er sein ganzes Leben immer größten Wert auf die Einhaltung von Regeln und Vorschriften gelegt hatte, wollte er vor allem anderen Menschen helfen. Dieser Gedanke stand auch immer bei seiner Berufswahl im Vordergrund. Er sei immer dazu bereit gewesen, anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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Nach seiner Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst war er zunächst in Traunstein tätig. Schon bald gelang ihm der Eintritt in den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Vom Dienstgruppenleiter stieg er über verschiedene Führungspositionen weiter auf und beendete im Jahr 1999 seine berufliche Laufbahn im höheren Polizeivollzugsdienst als Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Rosenheim.

Haus in Vogtareuth gebaut

Seine Ehefrau heiratete er im Jahr 1984 und entschloss sich, in Vogtareuth ein Haus zu bauen. Im Oktober 1987 kam seine Tochter zur Welt. Zwei Jahre später wurde sein Sohn geboren.

Obwohl die Fürsorge für seine Familie stets im Vordergrund stand, nahm ersich noch die Zeit, sich in Vereinen und in der Gemeinde ehrenamtlich zu engagieren. So wirkte er im Elternbeirat des Kindergartens mit, war zwei Wahlperioden Mitglied des Gemeinderates und trieb die Kirchenrenovierung und den Orgelbauverein mit nach vorne. Er sei äußerst zuverlässig, gesellig und hilfsbereit gewesen, heißt in einer Mitteilung aus dem Vogtareuther Rathaus.

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Mit viel Freude habe er verfolgt, wie seine Kinder sich beruflich, gesellschaftlich und privat gut etablierten. Stolz war Harald Grella nicht nur auf seine Kinder und deren Partner, sondern auch auf seine drei Enkel. Gerne hätte er diese noch weiter aufwachsen sehen. re

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