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Ein Drittel weniger Fremdstrom nötig

Sind stolz auf die neue Energiezentrale der Kläranlage: Klärmeister Thomas Huber (links) und Bürgermeister Mathias Lederer. Foto reisner
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Sind stolz auf die neue Energiezentrale der Kläranlage: Klärmeister Thomas Huber (links) und Bürgermeister Mathias Lederer. Foto reisner

Rund 985000 Euro haben die in einem Abwasser-Zweckverband zusammengeschlossenen Gemeinden Brannenburg, Flintsbach und Nußdorf seit dem Jahr 2009 in die Modernisierung ihrer in Brannenburg stehenden Kläranlage gesteckt. Der Verband habe sich "zukunftsorientiert und umweltbewusst" verhalten, ist Klärmeister Thomas Huber überzeugt.

Brannenburg - Als sich der Zweckverband im Juli 2009 für eine Optimierung des Energieverbrauchs und der Betriebsabläufe entschied, richtete er sein Augenmerk vordringlich auf die Erneuerung der beiden aus dem Jahr 1994 stammenden Blockheizkraftwerke, die Verbesserung der Faulgas-Erzeugung und die Minimierung des Heizwärmebedarfs für den Faulbehälter.

Im Zuge der Maßnahmen wurde eine neue Energiezentrale errichtet, die aus zwei Blockheizkraftwerken besteht. Um Stromspitzen abfangen zu können, können die Kraftwerke auch mit Erdgas betrieben werden, sodass die Erzeugung von Eigenstrom unabhängig von der Faulgas-Produktion erfolgen kann. Die Abwärme der Motoren wird in den zentralen Heizverteiler eingespeist. Zusätzliche Heizenergie kann eingespart und die Faulgas-Produktion erhöht werden, weil für den im Bereich der Anlage anfallenden überschüssigen Schlamm eine mechanische Entwässerungs-Einrichtung gebaut wurde. Sie reduziert den Wasseranteil im Überschuss-Schlamm um 60 Prozent.

Auf einem der neuen Betriebsgebäude wurde darüber hinaus eine Fotovoltaikanlage errichtet. Die Anschaffung eines mobilen Notstromaggregats und dessen Unterbringung in einem Anbau an das Gebäude zur Schlammbehandlung stellte den Anfang der Maßnahmen dar, die jetzt abgeschlossen sind.

"Durch die Eigenerzeugung von Strom müssen wir rund ein Drittel weniger Fremdstrom kaufen", weiß der Klärmeister. Lag der Strombedarf für den Betrieb der Anlage im Jahr 2010 noch bei 583699 Kilowattstunden, reduzierte er sich dank der Maßnahmen im Vorjahr auf 426995 Kilowattstunden. 181616 Kilowattstunden entfielen auf die Eigenerzeugung. Für den selber erzeugten Strom kassiert der Zweckverband eine staatliche Förderung von rund 7000 Euro pro Jahr. Weitere rund 5000 Euro Einnahmen pro Jahr beschert ihm der Verkauf jener 15000 Kilowattstunden, die die Fovoltaikanlage erzeugt. Abnehmer ist die Wendelsteinbahn, die im Umkreis von Brannenburg Kunden mit Strom versorgt.

Die Kläranlage in Brannenburg ist auf 29000 Einwohnergleichwerte (EGW) ausgerichtet und reinigt die in allen Privathaushalten und Betrieben anfallenden Abwässer im Bereich des Zweckverbandes. Brannenburgs Bürgermeister Mathias Lederer und Klärmeister Thomas Huber verweisen nicht ohne Stolz darauf, dass die Reinigungsleistung der Anlage seit dem Jahr 2007 kontinuierlich verbessert wurde. "Das war eine wichtige und sinnvolle Investition", sagt Lederer, auch wenn der Zweckverband die Baumaßnahmen zu hundert Prozent aus eigenen Mitteln schultern musste. Im Verhältnis der von ihnen beanspruchten EGW haben sich die Gemeinden die Kosten aufgeteilt. Brannenburg trägt mit 61,3 Prozent den Löwenanteil, Flintsbach trägt 24,2 Prozent und Nußdorf 14,5 Prozent.

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