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Gemeinderat investiert in Jugend

Dirt Track und Pump Track: Rohrdorf plant Bikepark neben Fußballplatz

Vom Bikepark am alten Sportplatz in Rohrdorf könnte auch der Fußballbereich profitieren. Nicht nur weil die in die Jahre gekommenen Container ersetzt werden sollen, sondern auch, weil das Gelände insgesamt deutlich mehr Zulauf bekommen wird.
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Vom Bikepark am alten Sportplatz in Rohrdorf könnte auch der Fußballbereich profitieren. Nicht nur weil die in die Jahre gekommenen Container ersetzt werden sollen, sondern auch, weil das Gelände insgesamt deutlich mehr Zulauf bekommen wird.
  • VonJohannes Thomae
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Fahrradfahren liegt im Trend. Auch bei jungen Leuten und Jugendlichen, die es allerdings spektakulär lieben. Sie radeln in Bike-Parks auf, auf Dirt- und Pumptracks. Eine solche Anlage entsteht jetzt in Rohrdorf.

Rohrdorf – Im Gemeinderat näherte man sich dieser Idee gleich von zwei Seiten. Ergänzend zu einem bereits gefassten Beschluss, Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen, lag dem Gemeinderat ein Antrag aus der CSU-Fraktion vor, in Rohrdorf einen sogenannten „Pump-Track“ einzurichten, möglichst auf dem Sportgelände am Turner Hölzl. Dieser Vorschlag war bereits weit ausgearbeitet, mit Planungsvorstellung sowie Nutzungskonzept, auch mit Sponsorengesprächen hatten die Initiatoren bereits begonnen.

Bürgermeister Simon Hausstetter (Bürgerblock) stellte dem Gemeinderat ein Konzept vor, bei dem das Fußballfeld am alten Sportplatz durch einen Bike-Park, eine Aktionsfläche für Skater etc. und ein Funktionsgebäude mit WCs erweitert werden könnte. Dieser Vorschlag ist gewissermaßen als „große Lösung“ gedacht, in die sowohl ein „Dirt-Track“ als auch ein „Pump-Track“ integriert werden könnten.

Lesen Sie auch: Planungen zum Skate- und Bikepark konkretisieren sich

Damit sind, etwas vereinfacht gesagt, zum einen Strecken gemeint, auf denen die Fahrradbeherrschung, die bei Mountainbike- und Downhillfahrten nötig ist, geübt und unter Beweis gestellt werden kann (Dirt-Track). Zum anderen aber auch eigene Rundkurse, in denen es noch mehr um das Fahren von Kunstfiguren geht und die, wegen ihres meist asphaltierten Untergrundes, auch von Skatern benutzt werden können (Pump-Track).

5000 Quadratmeter für Biker – und Zuschauer

Die Idee dahinter also, mehrere Ziele auf einmal zu erreichen: Auf rund 5000 Quadratmetern Platz für die beiden Streckenarten zu schaffen, damit das derzeit kaum genützte Potential des alten Sportplatzes ausschöpfen und so für Rohrdorf einen neuen Anziehungspunkt zu gewinnen: Bikeparks werden nicht nur von dem aktiven Fahrradfahrer besucht, sondern gerne auch von Zuschauern aller Altersgruppen, entwickeln sich häufig zu einem Treffpunkt.

Eine Einschätzung die von Guido Tschugg eindeutig bestätigt wurde. Der Profi-Mountainbiker mit enger Bindung im Landkreis hatte zusammen mit dem Landschaftsarchitekturbüro Schelle-Heyse-Behr ein erstes Konzept für einen Rohrdorfer Bikepark entwickelt, das er und Johannes Heyse bei der Gemeinderatssitzung vorstellten. Die Gemeinderäte hielten dieses Konzept, „für gut und schlüssig“, wie zum Beispiel Markus Unterseher (FWG) sagte. Wichtig war ihm dabei aber, dass die ja ebenfalls bereits weit entwickelten Ideen des Pumptrack-Konzeptes am Turner Hölzl darin tatsächlich integriert würden.

Sportplatzgelände wird wiederbelebt

Besonders positiv hervorgehoben wurde auch die Tatsache, dass das Sportplatzgelände dadurch gewissermaßen wiederbelebt würde. „Der Platz,“ so sagte Helmut Wieshuber (SPD), „ist momentan eine Schande. Geld, das hier in die Hand genommen wird, ist gut investiert“.

Die Gesamtkosten der Anlage lägen nach einer vorsichtigen ersten Hochrechnung von Tschugg und Heyse bei etwa 500 000 Euro. Darin enthalten auch ein Ersatzbau für die derzeitige Containeranlage, der allein mit etwa 160 000 Euro veranschlagt wurde.

Unterhaltskosten sind zu vernachlässigen

Wichtig zu wissen, so meinte Sebastian Hauser (CSU), sei aber auch, mit welchen Unterhaltskosten zu rechnen sei. Die veranschlagten die Planer auf jährlich etwa 6000 bis 8000 Euro, eine Summe, die in der Praxis aber nicht selten deutlich unterschritten würden, weil sich die Nutzer zum großen Teil selber kümmerten. Ein Paradebeispiel ist hierfür die Anlage in Neubeuern, mit der die Gemeinde, wie der dortige Bürgermeister Christoph Schneider bereits öfter lobend erwähnte, seit zehn Jahren nicht nur keine Probleme, sondern auch wenig Arbeit habe.

Gemeinderat fasst drei Beschlüsse

Konkret fasste der Gemeinderat drei Beschlüsse: Das Gesamtkonzept für den alten Sportplatz wurde angenommen und wird nun in einer Arbeitsgruppe weiterverfolgt (17 gegen zwei Stimmen). Dabei soll auch überprüft werden, wie LEADER-Fördermittel ausgeschöpft werden können (18 zu einer Stimme). Die Pläne für den Pumptrack am Turner Hölzl sollen in den Bike-Park integriert werden (zehn zu neun Stimmen).

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