50 JAHRE JUNGBAUERNSCHAFT LITZLDORF

Dirndl und Burschen „unterm Hammer“

Den „Holzhacker“ plattelten an diesem Abend die Dirndl. Kreichbaumer

Sechs Musiker, 17 Dirndl und Burschen, über 4000 Euro Versteigerungserlös, zusätzliche 2000 Euro Spenden und ein Moderator, der alles gegeben hat: So lässt sich die Dirndl- und Burschenversteigerung der Jungbauernschaft Litzldorf in Zahlen ausdrücken.

Litzldorf – Für den guten Zweck ließen sich die Kandidaten allerlei einfallen um möglichst meistbietend ersteigert zu werden. Von kreativen Einlagen bis nach eigenen Angaben „talentfrei“ präsentierte Moderator Vitus Reger die Dirndl und Burschen nacheinander auf der Bühne. Den Anfang machte dabei Johanna Vogt aus Brannenburg. Sie öffnete zwei Bierflaschen mittels Meterstab und BH und wurde für 280 Euro ersteigert. Besonders großen Applaus und den ersten hohen Betrag an diesem Abend gab es für Michaela Vogt aus Wiechs, die mit dem Motorrad bis zur Bühne vorfuhr, mit Gitarre und Gesang überzeugte und als Krönung noch einen Korb voller selbst gemachter „Kiachä“ im Gepäck hatte. Das hat Maxi aus Pfraundorf so überzeugt, dass er die 18-jährige Arzthelferin für 410 Euro ersteigerte. Eigens einen „Dirndlgwand-Rap“ hatte Rosmarie Rauscher aus Au für ihre Nachbarin Helena Opperer und Theresa Glas aus Kolbermoor komponiert.

Stilecht mit Käppi, Sonnenbrillen und anschließenden „Mic drop“, dem Fallenlassen des Mikrofons, traten die beiden auf. Für 300 und 190 Euro gingen die Dirndl „von der Bühne“.

Markus Vrech sägte auf der Bühne aus einer Baumscheibe ein Herz mit der Motorsäge aus, das die Meistbietende noch als „Dreingabe“ dazu bekam. Für 130 Euro ersteigerte Sandra aus Rosenheim den Lastwagenfahrer aus Elbach. Als weitere Zugaben zu den eigentlichen „Versteigerungsobjekten“ beteiligten sich die örtlichen Wirtschaften mit Essensgutscheinen, die die Gebote weiter in die Höhe trieben. Mit ihrer Schar an Freundinnen hatte Maria Wick aus Pang eine besondere Tanzeinlage einstudiert, die den Bogen von „Lady Marmalade“ bis zum „Holzhacker“ spannte: Mit einem Erlös von 420 Euro ersteigerte sie Peter aus Pfraundorf und sicherte sich kurzzeitig den „Meistpreis“.

Kurz darauf wurde er vom Grattlerverein und den Plattlern aus Niklasreuth überholt, die Lisa Riedlechner aus Holzolling für 470 Euro „erwarben“. Sie „becherte“ auf der Bühne: Zum eigens einstudierten Lied klopften sie und ihre Freundinnen mit mehreren Trinkbechern den Rhythmus. Als Höchstbietende des Abends war den Burschen aus Niklasreuth ein 50-Liter-Fass Bier sicher. Insgesamt schafften es die Teilnehmer mit Tanz- und Gesangseinlagen, Gedichten, Purzelbäumen und Seifenblasen rund 4000 Euro an Versteigerungserlös zu erzielen.

Von Privaten und Firmen kamen im Laufe des Abends noch Spenden hinzu, sodass Reger am Ende der Veranstaltung einen Erlös von 5817 Euro verkünden konnte, den die Jungbauernschaft noch auf 6000 Euro aufrundete. Vorstand Korbinian Wallner erläuterte zu Beginn des Abends, wer von den Spenden profitieren soll: „Der Erlös geht zu 100 Prozent an das Christophorus-Heim in Brannenburg, die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks und an Theresa Harand aus Willing, die nach einem schweren Unfall Unterstützung braucht.“ Das Woidrand-Echo aus Thanning (Gemeinde Egling) spielte während des illustren Abends zur Unterhaltung und zum Tanz auf. kok

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