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LESERFORUM

Digitalisierung in Schule nicht alles

Zum Bericht „Wenn Schüler zu Lehrern werden“ (Lokalteil):

Wenn Schüler zu Lehrern werden, wozu brauchen wir dann noch Lehrer? Diese Ansicht ist sicherlich überspitzt, entbehrt aber nicht einer gewissen Logik. Als letztjährige Absolventin des Gymnasiums Raubling habe ich Einblick in die Realität des Alltags dieser Schule bekommen. Um all die im Artikel beschriebenen, teilweise lobenswerten Ideen umzusetzen, müsste sich das Konzept der Schule grundlegend ändern.

Schüler haben schon über Jahre hinweg Erklärvideos als Ergänzung zum Unterricht genutzt. Viele Lehrkräfte waren kaum in der Lage, in der vorgegebenen Zeit, allen Schülern den notwendigen Lernstoff adäquat zu vermitteln. In den naturwissenschaftlichen Fächern sind beispielsweise die Videos von „Simple Club“ oft dem Schulunterricht überlegen. Wenn, wie geplant, auch noch der neue Stoff zu Hause über Videos selbst erarbeitet werden soll, stellen sich folgende Fragen: Wie oft findet dann überhaupt noch Präsenzunterricht statt? Was machen die Lehrer in der Zeit, in der sich die Schüler den Unterrichtsstoff selbst beibringen, da einmal vorhandene Videos über Jahre hinweg genutzt werden können? Brauchen wir noch die vorhandene Anzahl an Schulgebäuden? Bleiben beim alleinigen Lernen nicht doch die Schwachen auf der Strecke, wenn aufkommende Fragen nicht unmittelbar geklärt werden können?

Meines Erachtens sollte nicht nur aus Prestigegründen auf die fortschreitende Digitalisierung Wert gelegt, sondern auch auf die soziale Komponente eingegangen werden. Das virtuelle Treffen in Breakout-Rooms klingt im ersten Moment zwar gut, kann das menschliche Miteinander jedoch nur ergänzen aber nicht ersetzen. Ich wünsche mir, dass die Verantwortung, den Schülern den Lernstoff zu vermitteln, weiterhin beim Lehrer liegt und die digitalen Medien unterstützend dazu eingesetzt werden.

Manuela Schubert

Brannenburg

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