LESERFORUM

Die Paragrafen großzügiger auslegen

Zum Bericht „Wastl muss wieder häufig ausrücken“ (Lokalteil):

Ich dachte immer, die Beamten in den Behörden sind dazu da, um Schaden von uns (der Bevölkerung) abzuwenden und zu erkennen. Geht’s noch? Muss wirklich ein schwerer Unfall passieren, damit die Behörden aufwachen? Es ist eine Frechheit zu argumentieren „Einen Wildunfall mit Personenschaden gab es zwischen 2017 und Oktober 2020 nicht“, „Verkehrszeichen sind nur dort anzuordnen, wo es zwingend geboten ist.“ Völlig daneben ist das Argument „das Schild Wildwechsel diene vorrangig der Warnung der Kraftfahrer und nicht dem Schutz des Wildes“. Ist ja logisch, denn Rehe können nicht lesen! Durch mehr Aufmerksamkeit gibt es weniger Unfälle, dadurch wird das Wild geschützt. Zur Erhebung des Straßenbauamtes „Wildwechselschilder seien weitgehend wirkungslos“. Lasst doch dann alle Schilder weg! Aber wirklich alle, da es immer einige gibt, die sich nicht daran halten. Der Ratschlag der Behörden, „der jagdliche Eingriff solle doch intensiviert werden und der Bewuchs neben der Straße solle doch großzügig beseitigt werden“. Hat die Behörde schon mal was von Artensterben gehört? Vor einigen Jahren hat man mit viel Geld versucht, Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten zu schaffen, um dem Artenschwund entgegenzutreten und eine aufwendige Bepflanzung zu schaffen. Und die soll jetzt weg? Ich denke der Jäger ist vor Ort, sieht was alles passiert (fast alle zwei Wochen tote Tiere) und handelt verantwortungsvoll, indem er auf die Situation aufmerksam macht zum Wohl der Bevölkerung und des Tierschutzes. Ich hoffe, die Paragrafen werden in Zukunft großzügiger ausgelegt.

Christa Dytkiewitz

Halfing

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