BRENNER-NORDZULAUF IN KIEFERSFELDEN

Die Grünen favorisieren die violette Trassenführung

  • vonFranz Hoffmann
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Durch viele Tunnelstrecken schont die violette Trasse sowohl die Natur als auch die anliegenden Siedlungsräume. Die Grünen sprechen sich deshalb bei der Trassenführung für den Brenner-Nordzulauf in Kiefersfelden für die violette Viariante aus.

Kiefersfelden – Einen eindeutigen Favoriten bei der Trassenführung für den Brenner-Nordzulauf haben die „Grünen“ in Kiefersfelden ausgemacht. Sie plädieren für die im Rahmen des Raumordnungsverfahrens vorgelegte „violette Trasse“, bei der weite Streckenteile durch Tunnel führen (wir berichteten).

Die Grünen begrüßen diese Variante, „denn die weitgehende Trassenführung in Tunnels schont sowohl die Natur als auch die entsprechenden Siedlungsräume. Sie ist mittelfristig damit am umweltverträglichsten, wenn man die Belastungen während der Bauphase unberücksichtigt lässt“, so die Begründung. Weiter führen die Grünen aus, „dass die Tunnelführung zwischen Laiming und Schaftenau in Tirol letztlich eine unterirdische Umfahrung Kiefersfeldens bedeutet“.

Die Grünen fordern schnellen Abschluss des Planungsprozesses

Kritik regt sich jedoch beim vorgeschlagenen Zeitfenster, das bis 2040 reicht. Die Grünen „fordern im Planfeststellungsverfahren eine Herauslösung des Abschnitts Tunnel Laiming bis Schaftenau, gegebenenfalls unter Einbeziehung des Abschnittes ab Verknüpfungspunkt Niederaudorf/BAB93, aus dem Gesamtverfahren. Dies würde einen relativ schnellen Abschluss des Planungsprozesses und damit einen früheren Baubeginn ermöglichen. Denkbar wäre dann eine Realisierung Anfang der 30er-Jahre, also zehn Jahre früher“.

Ebenfalls bringen sie ins Planungsspiel, „dass die planerische Anbindung des Zulaufs von Norden steckerkompatibel an der Verknüpfungsstelle Niederaudorf/BAB93 erfolgen sollte“. Die Grünen erkennen weiter, „dass mit Fertigstellung und Inbetriebnahme der Brenner-Basis-Strecke in Tirol und Süd-Tirol realistischerweise mit einer Sogwirkung, also einer stetig steigenden Nutzung, und damit einer verkehrspolitisch erwünschten Erhöhung der Anzahl der Züge zu rechnen ist“.

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Wegen der deutlich erhöhten „Kapazität der inzwischen technisch aufgerüsteten Bestandsstrecke im bayerischen Inntal“ rechnen sie aber „mittelfristig mit einer erhöhten Lärmbelastung, sowie Körperschallbelastung auf der Bestandsstrecke in den Ortsdurchfahrten Niederaudorf, Oberaudorf, Mühlbach und Kiefersfelden“, und sie „fordern deshalb, dass die Bestandsstrecke durch die Deutsche Bahn nach den Kriterien eines Neubaustandards, beispielsweise beim Lärmschutz, nachgerüstet wird.

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