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Zwiegespräch im „Kolberer“ Dialekt

Die Großkarolinenfelder befassen sich im Gottesdienst mit ihrer eigenen Sprache

Ein „kolberisches Zwiegespräch“ führen Emil Peter (links) und Heribert Greiner. Pfarrer Dr. Richard Graupner freut sich über den Dialekt.
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Ein „kolberisches Zwiegespräch“ führen Emil Peter (links) und Heribert Greiner. Pfarrer Dr. Richard Graupner freut sich über den Dialekt.

Während des Gottesdienstes, den Pfarrer Dr. Richard Graupner hielt, berichtete Heimatpfleger Heribert Greiner über das Leben und die Wohltaten der Königin Caroline im Zusammenhang mit Großkarolinenfeld – und das auch im „Kolberer Dialekt“.

Großkarolinenfeld – Die Königin sorgte mit zahlreichen Geschenken wie Kelchen, Taufkannen, Altarbekleidung, bis hin zu Schulbüchern, Bibeln und vielem mehr, für die Einrichtung der ersten protestantischen Pfarrei. Zur Einweihung der ersten evangelischen Kirche im Südostbayerischen Raum, ließ die wohlgeneigte Caroline übermitteln, dass sie dieser Kirche sehr gern ihren Namen gebe. Sie spendete der Kirche eine Orgel, die im Kloster Tegernsee nicht gebraucht wurde. So wanderte die kleine Barockorgel aus der katholischen Kirche Tegernsee in die evangelische Karolinenkirche in Großkarolinenfeld und erklingt heute noch. Viele Wohltaten ließ die Königin im Laufe ihres Lebens der Gemeinde Großkarolinenfeld zukommen.

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Darum wurde diese Moorkolonie auf dem Rosenheimer Moos im Jahre 1802 auch Großkarolinenfeld benannt, In einem Zwiegespräch unterhielten sich Emil Peters und Greiner in der „kolberischen“ Sprache. Peters, einer der Wenigen, der diese nur in Großkarolinenfeld gesprochene Sprache noch beherrscht, erzählte in diesem Dialekt gekonnt einige Anekdoten über seine Kinder- und Schulzeit sowie über die Kriegs-, und Nachkriegszeit. Er las auch das Carolinenfelder Lied vor, das in der „Kolberer“-Sprache abgefasst, das Leben der Torfstecher früherer Zeit beschreibt. Die zahlreichen Kirchenbesucher staunten und freuten sich über das „Kolberische“ und bedankten sich bei Peters mit Applaus. Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von Christoph Lonbacher an der Violine und Bernhard von Solemacher an der Orgel. Das Fernsehteam des Evangelischen Presseverbandes zeichnete den Gottesdienst auf. Der Ausstrahlungstermin wird bekannt gegeben.

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