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Leserforum

Die Geschichte der Karfreit-Kaserne gehört zum Ort

Zum Bericht „Konflikt zwischen Alt- und Neubürgern“ und Leserbrief „Kaserne gehört zum Ort“ von Uta und Hubert Estner (Lokalteil):

Der aktuelle Konflikt in Brannenburg zwischen Alt- und Neubürgern über den Umgang mit Namen und Geschichte der Karfreit-Kaserne kommt nicht unerwartet. Der Bauträger bewarb ein modernes Mehr-Generationen-Wohnprojekt („dahoam im Inntal / Lebensraum mit Herz“), verpflichtete sich aber schon früh (2013) gegenüber Gemeinde, ehemaligen Kommandeuren und der Truppenkameradschaft, einzelne Gebäude und Bestandteile der aufgelassenen Kaserne von 1936 neu zu errichten. Hierzu gehört auch die Figur des sogenannten „Bläsers von Karfreit“ an der Einfahrt zur jetzigen Wohnsiedlung „Sägmühle“. Den Interessenten am Wohnprojekt wurden diese Vereinbarungen nicht offen gelegt. Die Initiative „Erinnerungsdialog Kaserne Brannenburg“ ist sich wohl bewusst, dass die Kaserne für etliche Bewohner des Orts mit wertvollen persönlichen Beziehungen verbunden war und eine Vielzahl positiver Erfahrungen hinterlassen hat.

Ihre Schließung wurde als schmerzhafter Einschnitt und als Kränkung wahrgenommen. Der „Bläser“ ist Symbol dieser Erinnerungsgemeinschaft, trübt aber auch damit den Blick auf seine Vorgeschichte. Die Initiative möchte deshalb erreichen, dass unter Führung eines neutralen Historikers vor Ort eine korrekte Darstellung der Ursprungsgeschichte der Kaserne und ihres Namens erfolgt.

Brannenburg, dessen Bürger aktuell in vielfältiger Weise wieder Weltoffenheit und Solidarität zeigen, könnte nur an Profil gewinnen.

Bodo Stenglein

Brannenburg

Die Kaserne gehörte (!) zum Ort, sie ist jetzt ja abgerissen und die Soldaten sind fort. Aber natürlich gehört die Geschichte der Kaserne zum Ort. Und über eben diese Geschichte will die Initiative „Erinnerungsdialog Kaserne Brannenburg“ interessierte Mitbürger informieren. Unter keinen Umständen will doch die Initiative den Brannenburgern ihre schönen Erinnerungen an die Kaserne wegnehmen! Mit dem Vortrag von Herrn Simon Hausstetter wollte die Initiative nur aufklären, welche Geschichte sich mit dem Namen „Karfreit“ verbindet.

Dieser Name ist nicht nur eine Ortsangabe, sondern er verbindet sich mit einem Kriegsverbrechen, dem Einsatz von zig-tausend Giftgas-Granaten durch deutsche Pioniere im Ersten Weltkrieg. Warum sollte man darüber nicht aufklären dürfen? Hätte die Kaserne zum Beispiel „Wendelstein-Kaserne“ geheißen, hätte es keinen Grund zu der Veranstaltung gegeben.

Eckhart Junghanss

Brannenburg

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