Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Digitalisierung kommt

Die Gemeinde Riedering will nach 20 Jahren einen neuen Flächennutzungs- und Landschaftsplan aufstellen

Die Gemeinde Riedering will ihren Flächennutzungsplan für zukünftige Planungen überarbeiten
+
Die Gemeinde Riedering will ihren Flächennutzungsplan für zukünftige Planungen überarbeiten
  • VonElisabeth Kirchner
    schließen

Die Gemeinde Riedering braucht einen neuen Flächennutzungsplan. Er soll die Entwicklung der Gemeinde für die kommenenden Jahren bestimmen. Außerdem soll zur besseren Handhabung der

Riedering – Er ist zwanzig Jahre alt und wurde bereits 44 Mal verändert – jetzt soll der Flächennutzungsplan der Gemeinde Riedering zusammen mit dem Landschaftsplan erneuert werden. Die Bauamtsleiterin Birgit Gunnar Steinbacher zählte während der vergangenen Gemeinderatssitzung gleich mehrere Gründe für eine Erneuerung auf. Gerade bei Bauvorhaben im planungsrechtlichen Außenbereich komme einem solchen Plan eine erhebliche Bedeutung zu, denn er beinhaltet die Gesamtkonzeption, also Bauflächen sowie die geplanten Gemeinbedarfs-, Erschließungs- und Versorgungseinrichtungen für die Gemeinde in den nächsten zwölf bis 15 Jahren, und er wird grundsätzlich für das ganze Gemeindegebiet aufgestellt.

Landschaftsplan wird aufgestellt

Parallel dazu muss auch der Landschaftsplan neu aufgestellt werden, so Steinbacher. Das Gemeindegebiet Riederings sei von Außenbereichen geprägt, eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan sei also „dringend erforderlich, um mittelfristig wieder Planungssicherheit zu gewährleisten.“ Steinbacher sagte weiter, dass das Verfahren ein langwieriger Prozess sei: „Wenn wir das bis zum Ende der Legislaturperiode schaffen, dann wären wir gut.“

Digitalisierung des bestehenden Flächennutzungsplan

Im Flächennutzungsplan gehe es auch um Standortfragen. Wo soll sich ein Gewerbegebiet entwickeln? Welche Flächen sollen der Erholung vorbehalten bleiben? Welche Flächen eignen sich für Wohnbebauung? Diese Fragen können nur sinnvoll mit dem Blick auf das ganze Gemeindegebiet geklärt werden. Ein erster Schritt in diesem Verfahren wäre die Digitalisierung des bestehenden Flächennutzungsplanes.

Lesen Sie auch : Die Trachtler haben in Bergen gewählt: Der Gauverband I ist unter neuer Führung

Dazu gehörten, so Steinbacher, die Einarbeitung/Digitalisierung der Landnutzung beziehungsweise des bestehenden Flächennutzungsplanes in die digitale Flurkarte und Anpassung der aktuellen Inhalte (Schutzgebiete Wasser, Natur, Biotope). Dazu gehören ebenfalls die Abfrage und Aktualisierung von Daten bei den Trägern öffentlicher Belange und das Einarbeiten der bestehenden Bebauungspläne mit Digitalisierung der Geltungsbereiche.

Die Idee gibt es schon länger

Schon 2013 habe der damalige Gemeinderat beschlossen, den Flächennutzungsplan samt Landschaftsplan neu aufzustellen. Aber dann sei nichts mehr passiert. Für sie, Steinbacher, sei aber ein digitaler Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan „die Grundlage zum Arbeiten.“

Lesen Sie auch: Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Rosenheim hat einen neuen Vorsitzenden

Karl Rothmayer (SPD) regte eine Klausurtagung an, ein Ansinnen, das Steinbacher prinzipiell begrüßte, das aber in ihren Augen erst Sinn nach einer erfolgten Digitalisierung ergebe. Georg Kasberger und Dominik Summerer (beide CSU) wandten ein, dass vor über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit AGs und Ortsterminen ein gemeindlicher Entwicklungsplan entwickelt worden sei. „Wir fangen also nicht bei Null an, wenngleich eine Digitalisierung unabhängig davon sehr wichtig ist“, befand Kasberger.

Matthias Pummerer (FWGR) forderte eine Digitalisierung, auch wenn das „ein Riesenprojekt“ sei. Richard Mühlbauer (FBP) und Josef Lindner (BWGN) wollten wissen, welche Kosten auf die Gemeinde zukämen. Steinbacher erklärte, dass sie, sollte der Gemeinderat dem Ansinnen zustimmen, Angebote für die Digitalisierung einholen werde.

Mehrheit stimmt für die Erneuerung

Josef Loferer (FWGR) meinte, dass man das Projekt trotzdem angehen müsse. Sebastian Hamberger (WGS) hingegen fragte: „Können wir uns das leisten?“, befand eine Digitalisierung gleichwohl „sinnvoll und notwendig.“ Marianne Loferer (CSU) beschied: „Wir müssen handlungsfähig bleiben.“ Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) stellte die Beschlussvorschlag – Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan und in einem ersten Schritt die Digitalisierung des bestehenden Flächennutzungsplanes – vor, dem sich, bis auf Hamberger, alle Ratsmitglieder anschlossen.

Mehr zum Thema

Kommentare