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Baubeginn im Frühjahr 2022

Erweiterung der Otfried-Preußler-Schule: Stephanskirchen beschließt Millionenprojekt

Der neue „Wiesenparkplatz“ an der Otfried-Preußler-Schule wird über eine platzartige Erweiterung an die Schule angebunden.Niederlöhner
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Der neue „Wiesenparkplatz“ an der Otfried-Preußler-Schule wird über eine platzartige Erweiterung an die Schule angebunden.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Strahlende Gesichter im Stephanskirchner Gemeinderat: Die Zusammenarbeit aller Beteiligten war hervorragend und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Neubau für die Grundschule der Otfried-Preußler-Schule ist durchdacht und kommt gut an. Baubeginn für das Sieben-Millionen-Projekt ist im Frühjahr 2022.

Stephanskirchen – Der Startschuss ist gefallen. Sieben Millionen Euro investiert die Gemeinde in die Erweiterung der Otfried-Preußler-Schule (OPS). „Diese moderne, kinderfreundliche Schule ist vermutlich das größte Projekt dieser Legislaturperiode“, sagt Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie). Der Gemeinderat stimmte jetzt gegen zwei Stimmen der Planung zu.

Im vergangenen Sommer hatte Architekt Richard Kröff einen Vorentwurf vorgestellt. In der neuen Grundschule entstehen auf zwei Stockwerken vier Klassenräume jeweils mit Gruppenraum, dazu zwei offenen Lernzentren, die bei Bedarf zu Klassenzimmern werden können, sowie alle notwendigen Nebenräume, Sanitäranlagen, Garderoben, Abstellräume etc. An die bestehende Schule wird der Neubau über eine neue Aula barrierefrei angebunden.

Holzbauweise nicht sinnvoll möglich

Diese barrierefreie Anbindung wäre laut Architekt nicht möglich, würde die Grundschule aus Holz gebaut. Da für den Bau auch die Möglichkeit gegeben sein soll bei Bedarf ein Stockwerk drauf zu setzen, wäre ein Holzbau zudem wesentlich teurer als ein Massivbau. Deswegen nahmen Planer und Gemeinderat Abstand vom Holzbau.

Gebäudeplanung kaum verändert

An der Gebäudeplanung hat sich im Vergleich zum Sommer 2020 nicht viel verändert. Hinzu kam nur eine WC-Anlage an der bestehenden Turnhalle, denn eine Nutzung der Toiletten im Neubau durch Vereinssportler lässt sich mit den schulischen Belangen nicht vereinbaren.

Photovoltaikanlage auf begrüntem Dach

Bei der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Dach der Erweiterung schlossen sich Architekt Kröff und Landschaftsarchitekt Harald Niederlöhner, der für die Freiflächengestaltung zuständig ist, kurz. Denn Kröff wollte unter den Panelen auf dem begrünten Dach keine kahlen Flächen. Niederlöhner wusste von entsprechenden Saatgutmischungen eigens für Flächen unter PV-Panelen.

Mehr Strom als gebraucht wird

Die Photovoltaikanlage spart rund 16 Tonnen CO2 ein, liefert aber mehr Strom als die Schule verbraucht. Lehrer und Mitarbeiter der Schule und des Kindergartens an einer Ladestation kostenlos mit Strom zu versorgen wäre aber Steuerhinterziehung. Und wenn die Gemeinde nur eine minimale Summe verlange, gelte sie dennoch als Stromhändler – mit enormen finanziellen Folgen.

Folglich rät der Fachplaner zu einer gewissen Speicherkapazität und zum Einspeisen ins Netz, auch wenn das vermutlich auf ein Nullsummenspiel hinauslaufe. Und: Der neue Parkplatz auf der anderen Straßenseite wird mit dem selbst erzeugten Strom beleuchtet. Zeitgesteuert dimmbar und mit Bewegungsmeldern versehen, die dann die Beleuchtung von fünf Prozent wieder auf etwa 40 Prozent hochfahren.

Wiesenparkplatz für Elterntaxis und Lehrer

Dieser Parkplatz, „Wiesenparkplatz“ getauft, ist zum einen für die Lehrer, zum anderen für die Elterntaxis gedacht. Er bekommt einen gut sichtbaren Übergang zu Schule und Kindergarten. Eine Zufahrt zum Kindergarten ist künftig nicht mehr möglich, was die Kindergartenleitung laut Bürgermeister sehr begrüßt.

Niederlöhner schlug einen Grünstreifen an der Schömeringer Straße vor, um dieser optisch schmaler zu machen, dadurch den Verkehr zu bremsen. Unterschiedliche Bodenbeläge und ein zentral gepflanzter Baum schaffen eine Platzsituation, sorgen für zusätzliche Sicherheit. Petra Schnell (UF) hofft dadurch auf ein Ende des morgendlichen Verkehrschaos’. Auf Anregung von Uwe Klützmann-Hoffmann (SPD) soll überprüft werden, ob auch die Schulbusse mit Gelenk genug Platz zum Wenden haben.

An der Schule sind sowohl ein Brunnen als auch Hochbeete geplant. Das Wasser kommt vom Schuldach: Niederlöhner hat auf Anregung von Gemeinderatsmitgliedern zwei Zisternen geplant, aus denen Brunnen und Beete versorgt werden.

Viel Freude an der gemeinsamen Arbeit

„Auf Anregung von“ war bei der Planung des Erweiterungsbaus ein wiederkehrendes Motiv. Da waren sich Schulleiter Florian Burggraf, Gemeindeverwaltung- und räte mit den Planern einig. „Die Planer waren ansprechbar, nahmen Anregungen ernt und an. Einfach klasse. Vielen Dank, so macht Kommunalpolitik Spaß“, freute sich Janna Miller (Die Grünen) und die Ratskollegen nickten bestätigend.

Burggraf äußerte sich begeistert, wie gut die Planer das pädagogische Konzept mit einbezogen hätten. Die komplimente konnten Kröff und Niederlöhner nur zurückgeben: Auch ihnen habe es viel Freude gemacht. Es sei mit allen Beteiligten sehr gut gearbeitet worden, die Räte seien mit Engagement und guten Ideen dabei gewesen, „so macht es Spaß.“

So geht es weiter

In den nächsten Wochen werden die Genehmigungsplanung und die Förderunterlagen eingereicht. Kämmerer Philipp Brück schätzt konservativ, dass es zwei Millionen Euro Zuschuss gibt. Es könnte auch mehr werden. Bauamtsleiter Wolfgang Arnst geht davon aus, dass Baubeginn im Frühjahr 2022 sein wird. So sei genug Zeit zwischen Ausschreibung und Baubeginn um genügend Angebote und gute Preise zu bekommen. Wenn alles perfekt läuft, könnte es im September 2023 in den neuen Räumen losgehen, spätestens aber nach den Weihnachtsferien.

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