Landwirt bei Schechen

Den Wunsch vom Aussiedlerhof bei Kaps noch nicht aufgegeben

Raus aus Kaps, einen Aussiedlerhof bauen, möchte ein Landwirt. Bisher scheiterte das Vorhaben, nun unternimmt er einen neuen Anlauf.
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Raus aus Kaps, einen Aussiedlerhof bauen, möchte ein Landwirt. Bisher scheiterte das Vorhaben, nun unternimmt er einen neuen Anlauf.
  • Sylvia Hampel
    vonSylvia Hampel
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Einen Hof mit Pferde- und Schafstall sowie zwei Hallen möchte ein Landwirt außerhalb von Kaps in der Gemeinde Schechen bauen. Die Gemeinde hat damit keine Probleme. Beim letzten Versuch scheiterte das Vorhaben am Landrats- und Landwirtschaftsamt.

Schechen – In Kaps ist es einem Landwirt zu eng. Er möchte aussiedeln. Nicht zum ersten Mal. Schon 2012 und 2015 stellte er Anträge. Nun befasste sich der Bauausschuss mit einem Antrag auf Vorbescheid.

Zweibeiner wohnen auf 192 Quadratmetern, Vierbeiner auf 600

Ein Wohnhaus mit 192 Quadratmetern Grundfläche, ein Pferde- und Schafstall mit 600 Quadratmetern, eine Heutrocknungshalle (450 Quadratmeter) und eine Maschinenhalls (750 Quadratmeter) sollen ein paar hundert Meter außerhalb des Ortsteils entstehen. „Eine Riesenfläche“, staunte Martin Rinser (Parteifreie).

Der Flächennutzungsplan steht dem Vorhaben nicht entgegen, das Grundstück ist als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen.

Unterschriften fehlen, Erschließung nicht gesichert, Privilegierung fraglich

Allerdings fehlen laut Ivonne Probst vom Bauamt der Gemeinde die Unterschriften der Nachbarn, Zufahrt, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung seien nicht gesichert. Der Antragsteller habe mehrfach versucht, die Aussiedlung seiner Hofstelle in den Außenbereich baurechtlich genehmigen zu lassen, erinnerte Probst. Das sei aber vom Landratsamt und vom Landwirtschaftsamt abgelehnt worden. Ob mittlerweile alle Kriterien für eine landwirtschaftliche Privilegierung vorlägen, sei für die Verwaltung nicht klar. so Probst.

Weiteren Versuch besser bleiben lassen

Darüber entscheide die Gemeinde auch nicht, das überprüften das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde und das Amt für Landwirtschaft als Fachbehörde. „Die entscheiden, ob er privilegiert ist“, bestätigte Andreas Rausch (CSU). Auf Nachfrage eines Rates erklärte Rinser, dass der Antragsteller gegenüber Landratsamt und Landwirtschaftsamt darstellen müsse, „wie das wirtschaftlich funktionieren soll“.

Der Bauausschuss hatte keine Einwände gegen die Aussiedlung, stimmte dem Antrag zu. Allerdings, so Rausch, solle man dem Landwirt klar machen, dass er den Aussiedlungsversuch bleiben lässt, sollte er erneut scheitern.

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