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Debatten um Steinbruch

Wie geht es weiter mit dem Abbau im Nußdorfer Steinbruch? Foto Steffenhagen
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Wie geht es weiter mit dem Abbau im Nußdorfer Steinbruch? Foto Steffenhagen

Im Nußdorfer Steinbruch des Rohrdorfer Zementwerks hat eine Ortsbesichtigung des Gemeinderates mit Vertretern des Unternehmens, des Rosenheimer Wasserwirtschaftsamts und des Landratsamtes stattgefunden. Anlass: alternative Abbaupläne, die für Diskussionsstoff sorgen.

Nußdorf - Nach der gültigen und unbefristeten Abbaugenehmigung müssten erhebliche Hangschuttmengen oberhalb des gegenwärtigen Abbaubereiches abgetragen werden, um dann den Fels von oben nach unten abbauen zu können. Als Alternative steht der Abbau der nordöstlichen Sichtschutzwand samt Gesteinsrücken zur Diskussion, was den Abbauaufwand wesentlich verringern könnte. Damit wäre jedoch eine Genehmigungsänderung verbunden. Für die Rohrdorfer Zementwerke bliebe die Ausbeute an brauchbarem Gesteinsmaterial mit rund fünf Millionen Tonnen in etwa gleich, hieß es vor Ort.

Vorteil dieser zweiten Variante wäre, dass die südliche Abbaukante innerhalb der nächsten zwei Jahre abschließend begrünt werden könnte. Nach dieser Maßnahme würde man dann den Hochwald auf der südöstlichen Sichtschutzwand entfernen und das Gestein innerhalb des geänderten Abbaugebietes abtragen.

Die Vertreter des Rohrdorfer Zementwerks betonten, dass es keine einschneidende Beeinträchtigung der Bevölkerung von Überfilzen und Nußdorf geben werde - auch deswegen nicht, weil ein Bergrücken den Blick in das Abbaugebiet einschränkt, man mit schonenden Sprengungen arbeiten könne und sich bei dieser Variante die Transportbewegungen reduzieren würden.

Nach Starkregenfällen entstehen an den Hängen des Steinbruchs immer wieder kleinere Wasserfälle und Sturzbäche. Nach Aussagen der Geologen kann ausgeschlossen werden, dass Überschwemmungen entlang des Römerweges in Überfilzen- Ost durch den Gesteinsabbau im Bruch bedingt sind. Vielmehr sei bei Starkregen im gesamten Heubergbereich mit Wasseraustritten zu rechnen.

Bevölkerung wird rechtzeitig informiert

"Wichtig ist es, dass wir die Bevölkerung rechtzeitig einbeziehen, informieren und Fragen beantworten", sagte Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer. Daher wird eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Vertretern von Landratsamt, Zementwerk und der Gemeinde geplant. Zur besseren Veranschaulichung der Gesamtsituation wurde vor vielen Jahren ein Modell des Steinbruchs angefertigt. In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, ein aktuelles Modell von den diskutierten Varianten zu fertigen.

Zur Variante zwei kam aus Reihen des Gemeinderates die Anmerkung, dass bereits in den 90er-Jahren ein Teil der Sichtschutznase entfernt wurde und insofern mitgerechnet werden müsse. Dieser Teil musste seinerzeit aus Gründen der Arbeitssicherheit entfernt werden, nachdem es dort zu Rissbildungen gekommen war und ein Abbruch nicht ausgeschlossen werden konnte.

Nach Meinung einiger Gemeinderatsmitglieder könnte es bei der Umsetzung der Variante zwei zu mehr Belastungen im Ortsteil Überfilzen kommen. Darüber hinaus müsse geklärt werden, welche Immissionsschutzmaßnahmen im Hinblick auf die nahe Wohnbebauung und deren Belästigung durch Staub und Lärm ergriffen werden sollten, forderten Mitglieder.

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