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DAV-Sektion Prien ehrt treue Mitglieder

Bewahrte Tradition und engagierte Aktive sind die Standbeine eines lebendigen Vereins. Die Priener Alpenvereinssektion ehrte bei ihrem Edelweißfest langjährige Vereinsmitglieder (erste Reihe von links): Josef Loew, Johanna Loew, Walter Morgenroth, Otto Dauer und Dr. Helmut Tröger. Thomae
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Bewahrte Tradition und engagierte Aktive sind die Standbeine eines lebendigen Vereins. Die Priener Alpenvereinssektion ehrte bei ihrem Edelweißfest langjährige Vereinsmitglieder (erste Reihe von links): Josef Loew, Johanna Loew, Walter Morgenroth, Otto Dauer und Dr. Helmut Tröger. Thomae

Prien – Fröhlich, kurzweilig und vor allem unkompliziert – das ist mittlerweile das Markenzeichen des Edelweißfestes der Alpenvereinssektion Prien.

So war es auch diesmal wieder: In verschiedenen kurzen Filmen und Bildbeiträgen wurden Bergtouren des letzten Jahres vorgestellt, die Gruppe Dreierlei bestehend aus Stephanie Passauer, Katharina Urbauer und Veronika Ziegl gänsberger machte Musik dazu, und zum Abschluss gab es wie immer eine Vorschau auf die Touren, auf die man sich im nächsten Jahr freuen darf.

Dabei hatte Vorstand Josef Buchner diesmal einen Spagat vollbracht: Er versuchte, einige grundsätzliche Worte zu Aufgabe und Zukunft des Alpenvereins anzubringen, ohne die lockere Atmosphäre des Abends zu stören – und er war dabei erfolgreich. Nicht zuletzt deswegen, weil er die Worthülsen aufbrach, mit denen komplexe Sachverhalte oft mehr verschleiert als erklärt werden und in verständliches handfestes Deutsch übersetzte. Inhaltlich ging es dabei vor allem um das Problem des Alpenvereins, das Nützen der Berge mit ihrem Schützen vereinen zu wollen. Das hört sich theoretisch an, ist es aber nicht, wie Josef Buchner deutlich machte, spätestens dann nicht mehr, wenn die Naturschutzziele des Gesamtvereins mit den durchaus berechtigten und begründeten wirtschaftlichen Interessen der Gemeinden vor Ort kollidieren. Beispiele hierfür brauchte Buchner nicht länger auszuführen, es genügten Stichworte wie Liftausbau Riedberger Horn im Allgäu, Skigebietsausbau Sudelfeld.

Ein möglicher Weg aus diesem Dilemma könnten, wie der Vorstand meinte, sogenannte Bergsteigerdörfer sein. Dieses Konzept, für das er engagiert warb, sieht von der weiteren Hochrüstung der Infrastruktur ab, die immense Kosten verursache und Naturräume verschlinge. Ersetzt werden soll die Technik durch den sportlichen Einsatz des Einzelnen (Stichwort Skitouren statt Skiabfahrten), ergänzt wird der Sport durch eine Rückbesinnung auf den ursprünglich bäuerlichen Kulturraum mit seinen Bräuchen und Festen. Vor dem Hintergrund der Klimaänderung mit der zunehmend fehlenden Schneesicherheit könnte eine derartige Neuorientierung langfristig sogar von einer möglichen Alternative zur einzigen noch möglichen Lösung im Alpentourismus werden, wie Josef Buchner meinte.

Die Priener Alpenvereinssektion ist jedenfalls in dieser Richtung bereits unterwegs, wie das Umweltgütesiegel für die Priener Hütte zeigt. Urkunde und Plakette konnten an diesem Abend an Monika Becht, die Hüttenwirtin, überreicht werden.

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