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Gesundheitsamt verzichtet auf Chlorung

Das Trinkwasser ist wieder sauber – in Brannenburg, Raubling und Flintsbach

Hahn auf, Trinkwasser raus – in Deutschland völlig normal. Wenn es doch mal schief läuft, wird es mühsam. Dann ist Abkochen angesagt. Und die Wasserversorger schicken Chlor durch ihr System. Das muss der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf ab 14.September nicht mehr tun.
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Hahn auf, Trinkwasser raus – in Deutschland völlig normal. Wenn es doch mal schief läuft, wird es mühsam. Dann ist Abkochen angesagt. Und die Wasserversorger schicken Chlor durch ihr System. Das muss der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf ab 14.September nicht mehr tun.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Das Trinkwasser wird nicht mehr gechlort. Der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf, der neben Degerndorf und Brannenburg auch Raubling und Flintsbach mit Trinkwasser versorgt, und das Rosenheimer Gesundheitsamt haben dies gemeinsam beschlossen. Am heutigen 14.September endet die Chlorung ganz offiziell.

Brannenburg – Auch in den Tagen danach sei aber, so der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes, Rüdiger Langanke, noch Chlor im Leitungssystem unterwegs, deswegen könne das Wasser auch noch leicht nach Chlor riechen und schmecken. Bis zum Wochenende sollte sich das aber geben, so Langanke.

Chlorreste im Haus schneller loswerden: Wasserhähne aufdrehen

Wer die Chlorreste im eigenen Haus schneller loswerden will, kann das tun, indem er das eigene Leitungsnetz spült, also alle Hähne etwas länger aufdreht, als zum Beispiel zum Füllen der Kaffeemaschine nötig wäre. Und dabei selten gebrauchte Wasserhähne nicht vergessen, raten die Profis.

Chlor wirkt sich nicht auf Gesundheit aus

Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass die nach der Trinkwasserverordnung zugelassene Konzentration von 0,1 bis 0,3 Milligramm Chlor pro Liter Wasser keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Auch für Kleinkinder oder die Zubereitung von Babynahrung ist das Wasser geeignet.

Am 23. August hieß es: „Wasser abkochen“ in drei Gemeinden

Wie berichtet, hatte das Gesundheitsamt am 23.August eine Abkochverfügung erlassen, weil Verschmutzungen festgestellt worden waren. Die Fehlerquelle war laut Langanke schnell gefunden, eine Quelle im Förchenbachtal war nach den außergewöhnlich starken Regenfällen mit den Wassermassen nicht mehr zurecht gekommen. Sie wurde schnell vom Netz genommen. „Das war für die Wasserversorgung unserer Kunden kein Problem“, versichert der Vorsitzende, „denn wir haben noch drei weitere Quellen und zwei Tiefbrunnen.“ Es sei immer genügend Wasser vorhanden.

Begeistert ist Langanke, wie gut die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionierte. „Die Wassermeister in den Gemeinden waren sehr schnell und haben Hand in Hand mit uns gearbeitet. Das lief so super, dass schon nach einer Woche die Abkochverfügung aufgehoben werden konnte“.

Auch die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sei hervorragend gewesen, schwärmt der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes im Gespräch mit der Heimatzeitung. Im akuten Notfall sowieso, aber auch im Nachhinein, als es darum ging, dass die Quelle nicht noch einmal durch außergewöhnliche Regenfälle verunreinigt wird. Natürlich sei das Gesundheitsamt genauso auf die Sicherheit des Trinkwassers bedacht, wie der Wasserversorger. Bei der Suche nach Lösungen sei das Amt sehr konstruktiv gewesen. Er habe immer das Gefühl gehabt, dass die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Maß und Ziel gut im Blick hatten, so Langanke, „und sie waren sehr hilfsbereit“.

Trinkwasser wird immer mit UV-Licht desinfiziert. Das reichte jetzt im Förchenbachtal nicht aus. Dort soll nun eine Vorfiltration eingebaut werden. Langanke rechnet mit drei Monaten bis zum Einbau. Erst wenn dieses Filtersystem läuft, versichert Langanke, dann geht auch die Quelle im Förchenbachtal wieder ans Netz des Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf.

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