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Etliche Wohnungen schon verkauft

„Dahoam in Prutting“ gut alt werden: Grundstein für das Seniorenzentrum wurde gelegt

Bauleiter Herbert Rupitsch, Architekt René Rissland, Bürgermeister Johannes Thusbaß, Stefan und Theresa Mayer (von linnks) befüllten den Grundstein mit einer Zeitkapsel, Pfarrer Reinhold Seibel und Diakon Eugen Peter (Dritter und Zweiter von rechts) gaben ihren Segen dazu, bevor ein Mitglied des Bauteams den Grundstein verschloss.
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Bauleiter Herbert Rupitsch, Architekt René Rissland, Bürgermeister Johannes Thusbaß, Stefan und Theresa Mayer (von linnks) befüllten den Grundstein mit einer Zeitkapsel, Pfarrer Reinhold Seibel und Diakon Eugen Peter (Dritter und Zweiter von rechts) gaben ihren Segen dazu, bevor ein Mitglied des Bauteams den Grundstein verschloss.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Der erste Härtetest mit ansteigenden Mösl ist Dank der Lage auf einer Warft bestanden, die ersten Wohnungen sind verkauft und das erste Fest gefeiert: Beim Seniorenzentrum am Pruttinger Kreisel war Grundsteinlegung. Wie es nun weitergeht.

Prutting – Mittendrin, zwischen Café, Kirche, Schule, Kramer und Dorfweiher wächst das Seniorenzentrum. Mit Mehrzimmerwohnungen, mit kleinen Appartements, mit einer Wohngemeinschaft, Tiefgarage, mit Laubengängen, Balkons, Gemeinschaftsraum, Pelletsheizung und Photovoltaikanlage.

Und mit einer Gartenanlage, die sich zum Dorf hin öffnet. Dort wurde jetzt das erste Fest gemeinsam gefeiert, die Grundsteinlegung. „Es werden hoffentlich noch viele weitere gemeinsame Feste folgen“, sagte Theresa Mayer von der Heimat Bayern Wohnbau (HBW), Bauherrin des Projektes.

Gemeinschaftsraum Wohnzimmer des Orts

Das sieht Stefan Mayer, mit der HBW Bauherr, mit der Schwesterfirma Mayer & Reif Pflegeheime auch Betreiber, genauso: Für ihn sei der Grundstein auch der für den Aufbau der Gemeinschaft. „Die Menschen im Ort und die im Seniorenzentrum müssen zusammenwachsen“, sagte er.

Vereinfacht werde das dadurch, dass der Gemeinschaftsraum im Seniorenzentrum auch das „Pruttinger Wohnzimmer“ werden soll, in dem Veranstaltungen aller Art Platz finden. Dazu kommt, dass der Arbeitskreis Soziales der Gemeinde ein Büro im Seniorenzentrum bekommt.

So wird das Seniorenzentrum aussehen: Die Laubengänge mit den Wohnungstüren schirmen gegen die Rosenheimer Straße ab, der Garten öffnet sich zur Ortsmitte und bekommt eine Sonnenterrasse am kleinen Mösl (unterer Bildrand). HBW

Etliche Wohnungen schon verkauft

Etliche Wohnungen sind schon verkauft, so Theresa Mayer. Oft an Paare oder Singles, die erst in Jahrzehnten selber einziehen wollen und solange vermieten. Vorteil für Eigentümer oder Mieter der Wohnungen: Sie haben Vorrang vor allen anderen Interessenten, sollte es nötig werden, dass sie in der Wohngemeinschaft 24 Stunden am Tag betreut werden (können).

Architektonisch der große Wurf

Einig waren sich Mayers mit Bürgermeister Johannes Thusbaß, dass Architekt René Rissland den – so Thusbaß – „großen Wurf“ geliefert habe. Knapp 4400 Quadratmeter Geschossfläche von der Tiefgarage bis zum Schlupfboden unterm Dach werden die beiden Gebäude an der Rosenheimer Straße groß werden. Zusammen mit der gegenüberliegenden, ähnlich großen und hohen Wirtschaft werden sie eine gewisse Torwirkung für die Ortsmitte entfalten. Viel Holz an den Fassaden sorgt für eine freundliche Optik. „Rene Rissland hat meines Erachtens den Architektenwettbewerb völlig zu recht gewonnen“, sagt Theresa Mayer. Bemerkenswert: Die HBW hat Risslands Planungen sowie das Konzept des Seniorenzentrums weitestgehend von der Gemeinde übernommen.

„Die Gemeinde ist ja offiziell raus, aber die Zusammenarbeit macht unheimlich Spaß, denn die Abstimmung läuft gut“, so Thusbaß. Nicht nur zwischen Gemeinde und Bauherren, sondern auch mit allen Planern und Handwerkern. Mit den meisten arbeiten Mayers schon seit Jahren zusammen.

Vorratshaltung: Jeder kauft für jeden ein

Das macht sich gerade jetzt positiv bemerkbar: Erfährt ein Handwerker von vorhandenem, günstigen Material, das auf der Baustelle über kurz oder lang gebraucht wird, schlägt er zu und informiert die Bauherren. Und dann wird es bei einer der am Bau beteiligten Firmen gelagert, bis es in Prutting zum Einsatz kommt. Bei explodierenden Baukosten und stetigem Materialmangel ein hilfreiches Arrangement.

Die vor drei Jahren auf etwa elf Millionen veranschlagten Baukosten können aber auch damit nicht gehalten werden. Es wird sicher einiges mehr, schätzt Theresa Mayer. Aber es wisse keiner, wie sich die Baukosten in der nächsten Zeit noch entwickeln.

Da ist der Zeitplan konkreter: Ziel ist, dass die Zimmer und Wohnungen Ende 2023 bezogen werden.

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