„Es ist tragisch“

Corona-Pandemie: Zwei Tote und 16 Erkrankte in Schechener Pflegeheim

Zettel an der Eingangstür weisen darauf hin, dass das Piha-Pflegeheim in Schechen vorläufig geschlossen ist, Außenstehende keinen Zutritt haben.
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Zettel an der Eingangstür weisen darauf hin, dass das Piha-Pflegeheim in Schechen vorläufig geschlossen ist, Außenstehende keinen Zutritt haben.
  • Sylvia Hampel
    vonSylvia Hampel
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Im Seniorenheim Piha gab es einen Corona-Ausbruch. 13 Bewohner wurden positiv getestet, zwei von ihnen starben, eine Person ist aktuell noch im Krankenhaus und eine weitere gilt als bereits genesen.

Von Sylvia Hampel

Schechen – Alle neun anderen positiv getesteten Bewohner haben laut Ina Krug, Sprecherin des Rosenheimer Landrats- und des Gesundheitsamtes, leichte Symptome und befinden sich in Quarantäne. Sie können nach wie vor vor Ort in der Einrichtung, die über 63 Ein-Zimmer-Appartements verfügt, versorgt werden.

78 Personen geprüft, 18 Corona-Fälle

Wie Ina Krug mitteilte, wurde der erste Fall dem Gesundheitsamt am 30. November bekannt. Alle 50 Bewohner sowie alle 28 Mitarbeiter des Seniorenheimes wurden daraufhin getestet. Bei 13 Bewohnern kam der Corona-Bescheid positiv zurück. Fünf Mitarbeiter wurden ebenfalls positiv auf das Virus getestet, vier davon sind bereits wieder genesen.

Bewohner werden im Heim versorgt

Die Versorgung auch der leicht erkrankten Bewohner ist sichergestellt. In der Einrichtung wurden laut Ina Krug alle erforderlichen Maßnahmen getroffen.

„Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum ist wirklich sehr gut und vorbildlich“, betont Ina Krug. Weder Heimleitung nach Betreiber waren am Mittwoch Nachmittag zu erreichen.

Bürgermeister ist betroffen, aber nicht überrascht

Der Corona-Ausbruch im Piha-Pflegeheim löst auch bei Bürgermeister Stefan Adam Betroffenheit aus. „Es ist schon tragisch“, so Adam. Unvorbereitet hat ihn die Nachricht nicht getroffen: „Bei den vielen Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen in der Region war es eine Frage der Zeit, bis es Schechen auch trifft. Aber wenn dann die Nachricht kommt, dann schluckt man schon.“

Gemeinde gehören zwei Wohnungen im Heim

Zumal die Gemeinde Eigentümerin von zwei Wohnungen in dem Pflegeheim ist. Sie wurden als Kapitalanlage gekauft, sind vermietet. Engere Kontakte habe er nicht, so Adam, denn er komme höchsten mal zum Gratulieren ins Heim. Und da seine gesamte Amtszeit (Adam ist seit 1. Mai Bürgermeister, Anm. d. Red.) bisher von der Corona-Pandemie überschattet ist, sind auch diese Aufenthalte nur kurz, erschöpfen sich jetzt im Herbst meist im Überreichen eines Blumenstraußes, so wie kürzlich bei der ältesten Einwohnerin der Gemeinde, einer 103-Jährigen. „Ich hatte aber immer den Eindruck – und habe das auch so erlebt – , dass das Verhältnis zwischen Bewohnern und Pflegekräften sehr herzlich ist“, so der Bürgermeister.

Fälle in Kindergarten und Schule gehabt

Der Corona-Ausbruch im Piha-Seniorenheim ist in der Gemeinde nicht der erste. Das Kinderhaus „Sonnenschein“ war zur Unterbrechung der Infektionskette zeitweilig geschlossen, ist erst seit dem 2. Dezember wieder für alle Gruppen geöffnet.

Auch an der Grundschule, im Ortsteil Hochstätt angesiedelt, gab es bereits mehrere positive Fälle, im September musste eine ganze 2. Klasse samt Eltern und Geschwistern zum Test ins Gesundheitsamt.

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