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HAUSHALTEN IN CORONA-ZEITEN

Corona-Pandemie bemerkbar: Brannenburger Gesamtvolumen des Haushalts bei 18,5 Millionen Euro

So setzt sich der Haushalt 2021 zusammen. Aufgeführt sind zudem markante Punkte im Investitionsplan.Grafik: Klinger
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So setzt sich der Haushalt 2021 zusammen. Aufgeführt sind zudem markante Punkte im Investitionsplan.Grafik: Klinger

Gemeinde Brannnenburg wappnet sich für coronabedingte Einnahmeausfälle. Dies machte Kämmerer Roland Berndt bei der Vorstellung des Zahlenwerks im Gemeinderat deutlich. Insgesamt stehen der Gemeinde heuer 18,5 Millionen Euro zum Wirtschaften zur Verfügung.

Brannenburg –Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung den Haushaltsplan 2021 und das Investitionsprogramm. Da der Haushalt bereits im Finanzausschuss vorberaten wurde, gab es keine Diskussion. Im Vergleich zum letzten Jahr steigt der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben um 2,5 Prozent auf 13 160 500 Euro. Coronabedingt wurde die Planung sehr vorsichtig gestaltet, unterstrich Kämmerer Roland Berndl.

Niedrige Ansätze

Mit den niedrigen Ansätzen für die Gewerbesteuereinnahmen (2 160 000 Euro) und den Einkommensteuerausgleich (3 450 000 Euro) möchte die Gemeinde gegen mögliche Einnahmeausfälle gewappnet sein. Im letzten Jahr waren für die beiden Posten zusammen 490 000 Euro mehr angesetzt worden.

Für den Neubau des Integrationshorts St. Raphael mit drei Gruppen sind heuer 1,6 Millionen Euro im Haushalt eingeplant.

Steigender Trend bei Schlüsselzuweisung

Über die letzten Jahre gesehen, lagen die tatsächlichen Gewerbesteuereinnahmen bis auf eine Ausnahme aufgrund einer Rückzahlung stets über dem Ansatz, machte Berndl deutlich. An Schlüsselzuweisungen seien rund 350 000 Euro mehr als im letzten Jahr zu erwarten, was den seit einigen Jahren steigenden Trend fortsetze. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B mit jeweils 300 Prozent und für die Gewerbesteuer mit 320 Prozent blieben auch heuer unverändert, so Berndl. Auf der Ausgabenseite würden vor allem die Kreisumlage mit 3,1 Millionen Euro und die Personalausgaben mit 2,5 Millionen Euro zu Buche schlagen – gefolgt von den Unterhaltungs- und Betriebsaufwendungen (rund 1,6 Millionen Euro), dem Zuschussbedarf für die Kinderbetreuungseinrichtungen (rund 1,4 Millionen Euro) und den Umlagen für Schul- und Abwasserzweckverband (1,05 Millionen Euro).

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Die Zuführung an den Vermögenshaushalt liege bei 824 700 Euro und so deutlich über der Pflichtzuführung von 248 200 Euro. Das Volumen des Vermögenshaushalts in Einnahmen und Ausgaben betrage 5 385 200 Euro und liege damit rund 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die größte Investitionsmaßnahme ist laut Berndl der Neubau des Integrationshortes St. Raphael, für den in diesem Jahr 1,6 Millionen Euro veranschlagt sind.

Gesamtkosten Hort

Die Gesamtkosten für den Hort liegen bei 3,1 Millionen Euro. Darüber hinaus schlagen die geplante Ampelanlage an der Nußdorfer Straße mit 300 000 Euro, die Investitionsumlage an den Abwasserzweckverband mit 283 900 Euro und der Ausbau der Breitbandversorgung mit 258 000 Euro zu Buche. Jeweils 200 000 Euro seien für Sanierungsmaßnahmen der örtlichen Wasserversorgung und des Vereinsheimes am Kirchplatz, den Dorfbachausbau und allgemeine Straßenbaumaßnahmen vorgesehen. Zudem werden Gelder für ein technisches Gerät und persönliche Ausstattung der Feuerwehren, den Anteil an der Sanierung der Lawinenverbauung an der östlichen Wendelsteinabfahrt, die Neuordnung von Begleitflächen an der Rosenheimer Straße sowie für den Gasanschluss und die Heizungsanlage des Kindergartens St. Michael eingeplant, informierte Berndl.

Keine Kreditaufnahme

Eine Kreditaufnahme sei nicht nötig, da die Investitionen durch die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (824 700 Euro), die Zuschüsse (1 628 200 Euro) und eine hohe Rücklagenentnahme (2 728 300 Euro) gedeckt seien. Wenig Änderungen ergeben sich beim Schuldenstand, der mit rund 4,5 Millionen Euro zum Jahresende etwa 250 000 Euro unter dem Wert zu Jahresbeginn liegen wird. Die große Entnahme aus den Rücklagen reduziert diese zum Jahresende 2021 auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt laut Berndl bei 697 Euro, zusammen mit den Verbandsschulden ergeben sich 1 110 Euro.

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