Noch kein Corona-Hygiene-Konzept: „Innsola" in Kiefersfelden bleibt geschlossen

Wasserlose Becken im „Innsola“:Die Schließungszeit wird für Wartungs- und Sanierungsarbeiten genutzt. Hoffmann
  • vonBarbara Forster
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In der Freizeitanlage „Innsola“ bleiben die Becken leer: „Es gibt momentan noch kein gesichertes Konzept, wie eine Öffnung ablaufen könnte“, sagt Betriebsleiter Fred Fertinger. Auch die Außenbecken bleiben geschlossen. Dazu müsste man nämlich die Halle durchqueren.

Kiefersfelden – Seit dem 16. März ist die Freizeitanlage mit Saunaanlage, Schwimmbad, Solarium und Gradierwerk geschlossen. Anfangs nutzte man die Zeit für Urlaub und Überstunden-Abbau, mittlerweile seien die Mitarbeiter in Kurzarbeit – „auch ich“, sagt Fertinger. Was man während der Schließung jetzt mache? Sanierungs- und Wartungsarbeiten, erklärt er und zählt einige Dinge auf: Duschräume erneuern, Fließen legen, Silikonfugen am Beckenrand verlegen, die Saunaräume auf Vordermann bringen sowie Schaltschränke austauschen und Lüftungsanlagen optimieren. „Jetzt haben wir natürlich die Zeit, für solche Arbeiten.“ Ab 15. Juni wäre von Haus aus eine dreiwöchige Schließung vorgesehen gewesen, um einen Teil der Arbeiten erledigen zu können. „Das haben wir jetzt vorverlegt“, sagt der Betriebsleiter.

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„Wir haben versucht, die Schließung sinnvoll zu nutzen“, bestätigt auch Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden. Das „Innsola“ sei ein „wesentliches Qualitätsmerkmal“ für die Gemeinde Kiefersfelden – sowohl für die eigenen Bürger als auch über die Grenzen hinweg: Sehr viele Tiroler hätten im Vorjahr die Freizeitanlage besucht, sagt Gruber. In den vergangenen Jahren sei fortlaufend saniert worden. Und aktuell sei die Anlage in einem „super Zustand“.

Gemeinde nimmt Geld in die Hand

Auch jetzt, während der Schließung, „mache man, was man tun könne“. Für die Maßnahmen an der Technik wurden laut Kämmerer Sebastian Senftleben 34  000 Euro in die Hand genommen, und für Maßnahmen zur baulichen Sanierung (Fließenarbeit, Wasseranschluss und Duschensanierung) rund 60 000 Euro. Was jetzt noch ausstehe, sei die Erneuerung von Spinden und Umkleidekabinen. Dies aber noch unter Vorbehalt eines Beschlusses, sagt Hajo Gruber. Hierbei rechne die Gemeinde mit Kosten von rund 125 000 Euro.

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Besuchen würden die Freizeitanlage Jung und Alt: Auch Babyschwimmkurse werden im „Innsola“ angeboten. Die neuen Kurse hätten Anfang April stattgefunden, sagt Fred Fertinger. Seither werden die ausgebuchten Kurse immer weitergeschoben. Und keiner der Angemeldeten würde stornieren Man sei auch noch nicht in Vorleistung gegangen. „Die Gebühr nehmen wir erst, wenn die erste Stunde losgeht, so der Betriebsleiter.

Wie man sich auf eine Eröffnung vorbereiten müsste, das ist Fred Fertinger selbst noch ein Rätsel: Viele Bäder würden Online-Tickets anbieten und auch die Anzahl der Badegäste müsste eingegrenzt werden. All diese Dinge müssten sorgfältig geplant werden. Problematisch könnte es aber im Schwimmkanal im Außenbereich werden: Dieser sei nicht breiter als geschätzte 1,20 Meter. Der nötige Abstand von einer „Poolnudel“, die circa dem Abstand von 1,50 Meter entspreche, könne somit nicht eingehalten werden. Ein weiterer Grund, weshalb die Becken derzeit leer bleiben müssen.

„Wir werden schon richtig vermisst“

Im Moment habe man erst einmal vor, die Sanierungsarbeiten in Ruhe abzuschließen. „Die tun dem Bad ja insgesamt gut“, sagt Hajo Gruber. Und dann, so hofft der Bürgermeister, könne das „Innsola“ bald wieder eröffnen. Auch Fred Fertinger hofft, dass rasch wieder so etwas wie Normalität einkehrt: „Wir freuen uns alle wieder, wenn wir schwimmen können.“ Das „Innsola“ gelte als „Treffpunkt“ für Jung und Alt. Viele Kinder würden ihn schon auf der Straße ansprechen, wann die Anlage wieder in Betrieb gehe. „Wir werden schon richtig vermisst“, so Fertinger.

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