Christine Dietrich aus Bad Aibling wird neue Pastoralreferentin für das Obere Inntal

Christine Dietrich aus Bad Aibling tritt ab 1. September in Oberaudorf ihre Stelle als Pastoralreferentin für den Pfarrverband Oberes Inntal an.
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Christine Dietrich aus Bad Aibling tritt ab 1. September in Oberaudorf ihre Stelle als Pastoralreferentin für den Pfarrverband Oberes Inntal an.
  • vonBarbara Forster
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Sie ist 28 und kommt aus Bad Aibling: Christine Dietrich. Ab ersten September tritt sie in Oberaudorf ihre neue Stelle als Pastoralreferentin für das Obere Inntal an. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erzählt sie aus ihrem Leben und warum sie sich auf ihr neues Amt freut.

Oberaudorf/Bad Aibling – Eigentlich wollte Christine Dietrich immer Lehrerin werden. Sie hatte sogar schon mit der Ausbildung als Religionslehrerin für den Kirchendienst begonnen. Dort bekam sie auch einen Einblick in die pastorale Arbeit. Letzten Endes der Grund, weshalb sie die dreieinhalbjährige Ausbildung nach zwei Jahren abgebrochen hatte und sich dafür entschied, Pastoralreferentin zu werden.

Positiver Eindruck vom Seelsorge-Team

Im Juni wurde sie ausgesandt und ab 1. September wird die gebürtige Bad Aiblingerin in Oberaudorf ihre neue Stelle als Pastoralreferentin für das Obere Inntal antreten. Die kommenden drei Jahre werden als Zeit der Berufseinführung bezeichnet, erklärt die 28-Jährige. Nach einer weiteren Prüfung (zweite Dienstprüfung), die sie in dieser Zeit ablegen muss, ist sie dann fertige Pastoralreferentin.

2016 hat sie ihr Theologie-Studium in München an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) abgeschlossen. Im Anschluss begann sie eine Ausbildung als Religionslehrerin für den Kirchendienst. Nach zwei Jahren brach sie ab und absolvierte stattdessen in Feldkirchen-Westerham einen Pastoralkurs. Für die 28-Jährige bestand von da an kein Zweifel mehr, dass sie sich beruflich auf dem richtigen Weg befindet. „Ich glaube, man wird irgendwie geführt“, denkt sie. Und auf ihre neue Aufgabe freut sie sich. Aufgeregt sei sie. Aber „positiv aufgeregt“. Und vor allem neugierig. Das Seelsorge-Team hat sie bereits kennengelernt. Ihr erster Eindruck? „Sehr positiv. Ich freue mich, das wird super“, sagt sie.

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Auch das Seelsorge-Team zeigt sich zufrieden: „Sie ist interessiert, sie ist motiviert und sie ist freundlich“, sagt Pfarrer Hans Huber über die junge Frau. Am meisten freut ihn, dass künftig jemand aus dem Pastoralteam in der Schule Präsenz zeigt: Christine Dietrich wird nämlich in Kiefersfelden und in Oberaudorf jeweils eine dritte Klasse im Fach Religion unterrichten. Auch für die Vorbereitung der Erstkommunion wird sie dann zuständig sein. Eine Aufgabe, auf die sich Dietrich schon freut: „Das wird bestimmt sehr schön.“

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Welche weiteren Tätigkeiten sonst noch auf sie zukommen werden, weiß sie noch gar nicht so genau. „Da lasse ich mich überraschen.“ Aufgaben, die sie gerne übernehmen würde, wären unter anderem Besuche in Altenheimen oder Beerdigungen mitzugestalten. „Nah am Menschen dran sein“ – das ist es, was Dietrich an dem Beruf so gefällt. „Man hat mit Menschen allen Alters zu tun und kann diese auch begleiten.“

Künftig die Berge vor der Haustür

Dass sie als junge Frau in der Seelsorge keine Aufstiegschancen hat, weiß sie. Das sei ihr auch nicht wichtig. Wichtiger sei ihr hingegen „für andere Menschen“ da zu sein. „Ich möchte mit meinem Wirken die Liebe Gottes zu den Menschen tragen und die frohe Botschaft unseres Glaubens zu ihnen bringen“, schildert die 28-Jährige. Der Glaube sei ihr schon immer wichtig gewesen, seit der dritten Klasse war sie Ministrantin. „Da haben sich enge Freundschaften entwickelt.“ Freundschaften, die bis heute halten, sagt sie.

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Derzeit genießt Christine Dietrich noch ihre Freizeit. Unternimmt viel mit Freunden, liest, reist, backt oder geht auch gerne wandern: „Ich bin sehr gerne draußen in der Natur“, sagt sie. Da passe es sehr gut, dass sie von Berufs wegen nach Oberaudorf ziehe. Dorthin, wo die Berge zum Greifen nahe sind.

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