Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser bei Grenzkontrolle in Kiefersfelden fest

Rosenheim/Kiefersfelden – Seit dem Wochenende 22./23. August, ist die Bundespolizei in Rosenheim mit drei weiteren Schleusungsfällen befasst.

Die Geschleusten stammen aus Pakistan, Tunesien und dem Irak.

Ein 31-jähriger Tunesier saß am Steuer eines in Italien zugelassenen Wagens. Weder er noch seine zwei tunesischen Mitfahrer konnten sich bei der Einreisekontrolle nahe Kiefersfelden ordnungsgemäß ausweisen. Die Bundespolizei verweigerte dem Trio die Einreise. Alle drei wurden wegen versuchter illegaler Einreise, der Fahrzeugführer wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt.

Die Zurückweisung nach Österreich sprachen Bundespolizisten auch gegenüber zwei Pakistanern aus. Bei einem von ihnen handelt es sich um den 31-jährigen Fahrer eines Autos mit italienischen Kennzeichen.

Die Durchsuchung des mutmaßlichen Schleusers brachte einen offenkundig gefälschten 20-Euro-Schein ans Licht. Sein ebenfalls in Italien registrierter Mitfahrer im Alter von 28 Jahren führte rund zehn Gramm Haschisch mit. Die notwendigen Einreisedokumente waren hingegen nicht auffindbar. Der dritte pakistanische Pkw-Insasse hatte zwar eine italienische Aufenthaltserlaubnis, aufgrund eines laufenden Betrugsverfahrens hat aber die Mainzer Ausländerbehörde den Aufenthaltsort des 29-Jährigen in Erfahrung bringen wollen. Der gesuchte Mann wurde unmittelbar dem zuständigen Ausländeramt zugeleitet.

Einen Freund in Sachsen wollte ersten Angaben zufolge eine irakische Reisegruppe besuchen. Vier der sechs Businsassen sind noch minderjährig.

Einer der Erwachsenen führte die irakischen Pässe der gesamten Reisegruppe mit. Zumindest ein Reisepass wurde von den Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der A 93 als Fälschung entlarvt.

Der mutmaßliche Schleuser gab zunächst an, dass das Dokument offiziell bei Behörden im Irak beantragt worden wäre.

Später erklärte er in der Rosenheimer Dienststelle jedoch, dass ein Bekannter in der Heimat die Papiere „besorgt“ hätte. Nachdem die sechsköpfige Gruppe zum Ausdruck gebracht hatte, Asyl beantragen zu wollen, wurde sie an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Gegen den 29-Jährigen, der als Organisator der Reise infrage kommt, ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern.

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