Bürgerhilfe Audorf so gefragt wie nie zuvor: Zahl der Hilfeleistungen enorm angestiegen

„Wenn Sie Hilfe brauchen: Wir helfen gerne!“, lautet das Motto der Bürgerhilfe Audorf. Seit acht Jahren engagiert sich der Verein in Oberaudorf. Im vergangenen Jahr war die Unterstützung durch die freiwilligen Helfer so gefragt wie noch nie, wie bei der Mitgliederversammlung deutlich wurde.

Oberaudorf – Bei der siebten ordentlichen Mitgliederversammlung der Bürgerhilfe Audorf konnte die Vorsitzende Simone Adam den Dritten Bürgermeister Max Resch und viele Mitglieder begrüßen. In ihrem Bericht ging sie insbesondere auf den starken Zuwachs an Mitgliedern, ehrenamtlichen Tätigkeiten und Beratungsgesprächen ein. Sie begründete dies unter anderem mit dem neuen Standort des Büros am Rathausplatz.

Adam dankte bei ihrem Jahresbericht der gesamten Vorstandschaft für deren tatkräftige Unterstützung. Besonders hob sie das außerordentlich große Engagement der Koordinatorin Kathrin Bachmann hervor, die auch außerhalb der Büroöffnungszeiten in großem Umfang ehrenamtlich tätig ist.

Zahlreiche Angebote und Aktivitäten

Im Rückblick auf das vergangene Jahr stellte die Vorsitzende die verschiedenen Aktivitäten der Bürgerhilfe vor, wie zum Beispiel die Kinderbetreuung bei den Kleiderbasaren der Reisacher Frauengemeinschaft. Am Marktsonntag veranstaltete die Bürgerhilfe einen Tag der offenen Tür. Eine weitere Veranstaltung des vergangenen Jahres war das Ehrenamtlerfrühstück im Alpenhof. Als Dankeschön für die vielen geleisteten Stunden bekamen die ehrenamtlich tätigen Mitglieder einen Gutschein für die Musikfilmtage Oberaudorf 2019.

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Die Bürgerhilfe ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens. Seit der Vereinsgründung im Jahr 2011 stieg die Anzahl der Mitglieder von 40 auf mittlerweile 267 Mitglieder an, davon sind 175 Förder- und 92 aktive Mitglieder. Die Anzahl der ehrenamtlichen Tätigkeiten stieg gegenüber dem Vorjahr um 53 Prozent auf 104 Hilfeleistungen, die Zahl der Beratungsgespräche um 32 Prozent auf 170. Insgesamt wurden von 37 Helfern 2 392 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet. Den Löwenanteil der Hilfeleistungen macht mit 971 Stunden die Haustierbetreuung aus. Es folgen Deutschunterricht mit 526 Stunden, Besuchsdienste mit 320 und Hausaufgabenbetreuung mit 208 Stunden.

Weitere Leihomas und Leihopas gesucht

Besonders erfreut zeigte sich Simone Adam über ein ganz neues Angebot: Die Bürgerhilfe vermittelt seit diesem Jahr Leihomas und -opas. Aufgrund der enormen Nachfrage sucht die Bürgerhilfe dringend noch weitere geeignete Personen, die sich dieser bereichernden Aufgabe widmen möchten.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Verein am gemeindlichen Ferienprogramm. So fährt die Bürgerhilfe heuer wieder auf den Wendelstein, um mit den Kindern das Observatorium zu besichtigen. Des Weiteren bietet die Bürgerhilfe Kinderbetreuung bei diversen Veranstaltungen an. Den Jahresabschluss der Bürgerhilfe wird auch dieses Jahr wieder eine Voradventsfeier bilden, die am Samstag, 23. November ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindesaal stattfindet.

Regionaler Austausch soll verstärkt werden

Aufgrund der starken Resonanz in diesem Jahr ist auch 2020 ein Tag der offenen Tür geplant. Der Verein will außerdem den Austausch mit ähnlichen Organisationen gleicher Zielsetzung im Landkreis Rosenheim vorantreiben.

Karin Meißner-Schmidt stellte den Kassenbericht des Vereins vor. Durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist die Finanzierung der Bürgerhilfe auch im Jahr 2019 gesichert. Alois Brunner und Hans Wildgruber führten die Kassenprüfung der Bürgerhilfe für das vergangene Jahr ohne jegliche Beanstandung durch. Brunner schlug vor, die gesamte Vorstandschaft für das Jahr 2019 zu entlasten. Dieser Vorschlag wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen.

Fachvorträge über Hilfsangebote

Sehr interessant waren die beiden Fachvorträge über Hilfsangebote in der Region. Klaus Muno stellte die Arbeit der Inntaler Tafel vor, die Leiterin des örtlichen Pur Vital Pflegezentrums, Hanna Zenker, die Angebote für pflegebedürftige Personen und deren Angehörige in der Region. Vom sogenannten Rüstigen-Wohnen bis zum „Herzenswunsch-Hospizmobil“ des BRK Rosenheim, der Sterbenden letzte Wünsche erfüllt, ist sehr viel vorhanden. Gleichwohl gebe es noch enormen Verbesserungsbedarf, so Zenker. Daher sei die Politik in dieser Angelegenheit stark gefordert. Genauere Informationen und Links können der neugestalteten Website der Bürgerhilfe entnommen werden.

Zu guter Letzt bedankte sich Bürgermeister Resch im Namen der Gemeinde für das enorme Engagement der Bürgerhilfe. re

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