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Aus der Bürgerversammlung

Bürger loben Baupolitik und mahnen den fehlenden Jugendtreff und Betreutes Wohnen an

Kurz vor der Baureife: Die preisvergünstigten Wohnbaugrundstücke im „Gebiet Lampersberg“ sollen noch heuer erschlossen werden. Die Bewerbungsfrist könnte in rund vier Wochen beginnen.
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Kurz vor der Baureife: Die preisvergünstigten Wohnbaugrundstücke im „Gebiet Lampersberg“ sollen noch heuer erschlossen werden. Die Bewerbungsfrist könnte in rund vier Wochen beginnen.

Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (WSK) lädt zur ersten Bürgerversammlung seiner Amtszeit. Laut einer dabei vorstellten Umfrage sind die meisten Senioren und Jugendliche mit der Arbeit der Gemeinde zufrieden.

Von: Peter Böck

Söchtenau – Zur ersten Bürgerversammlung seiner Amtszeit konnte Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (WSK) neben den Altbürgermeistern Josef Baumann und Sebastian Forstner auch 50 interessierte Gemeindebürger begrüßen.

Zu Beginn der Versammlung gab Zweiter Bürgermeister Marco Binder einen Überblick über die Finanzlage der Gemeinde. Der Haushalt des Jahres 2022 hat ein Gesamtvolumen von 12 346 750 Euro und beträgt im Verwaltungshaushalt 5 602 350 Euro sowie im Vermögenshaushalt 6 744 400 Euro.

Personal kostet 1,95 Millionen Euro

Wichtigste Einnahmequellen sind im Verwaltungshaushalt die mit rund 900 000 Euro vorsichtig geschätzte Gewerbesteuer sowie Schlüsselzuweisungen über 670 000 Euro und die Einkommenssteuerbeteiligung mit 1,6 Millionen Euro. Die kostenintensivsten Ausgabenposten sind mit 1,95 Millionen die Personalkosten sowie die Kreisumlage, die sich auf 1,38 Millionen Euro beläuft.

Im Vermögenshaushalt sind durch Veräußerungen von Anlagevermögen wie Baugrundstücken Einnahmen in Höhe von rund 950 000 Euro eingeplant, aus der Rücklage werden rund zwei Millionen Euro entnommen und es ist eine Kreditaufnahme von 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Die gemeindliche Pro-Kopf-Verschuldung für die 2892 Gemeindebürger liegt mit 581 Euro pro Einwohner etwa im Landesdurchschnitt mit vergleichbaren Kommunen.

Nach den Ausführungen zur Finanzlage berichtete Florian Ott, der seit 2020 das Amt des Seniorenbeauftragten ausübt, über das Ergebnis einer Seniorenbefragung. Aufgrund der mit 2,2 Prozent äußerst geringen Rücklaufquote der Fragebögen lässt sich darauf schließen, dass die große Mehrheit der Senioren mit der Gemeindesituation zufrieden ist.

Als besonders positiv wurden in den Antwortschreiben insbesondere der Lebensmittelladen und die Dorfmitte, die Freundlichkeit in der Gemeinde sowie die familienfreundliche Baulandpolitik bewertet. Als negativ wurden eine fehlende Pflegeeinrichtung sowie ein wünschenswertes Betreutes Wohnen angeführt. Auch mehr Kinderspielplätze und Geh- und Radwege standen auf der Wunschliste der Senioren weit oben. Ähnlich wie sein Vorredner konnte auch Lorenz Liegl, seit Mai 2020 Jugendbeauftragter der Gemeinde, ein positives Fazit ziehen. Eine ebenfalls unter den Jugendlichen durchgeführte Fragebogenaktion ergab, dass Söchtenau in der Jugendarbeit „gut aufgestellt ist“, so Lorenz Liegl. Als Wünsche wurden unter anderem ein Skate- oder BMX-Park, ein Zebrastreifen an der Schule, ein Radweg zum Sportplatz sowie ein Jugendtreff in Schwabering genannt. In seinen weiteren Ausführungen berichtete das Gemeindeoberhaupt über die ausführlich im Gemeinderat behandelten Themen Mittelschulneubau in Bad Endorf sowie Situation zur Wasserversorgung.

Ein weiteres wesentliches Thema der Bürgerversammlung war die Baulandpolitik der Gemeinde. Hierzu stellte der Bürgermeister fest, dass die Gemeinde Söchtenau für die nächsten Jahre sehr gut gerüstet ist. Um den Wohnbauflächenbedarf in der Gemeinde Söchtenau bis zum Jahr 2031 decken zu können, hat die Gemeinde drei neue Wohnbaugebiete entwickelt. Im Jahr 2020 wurden die Bebauungspläne auf den Weg gebracht und die Rechtskraft der Bauleitplanung aller drei Neubaugebiete ist seit Anfang 2021 gegeben. Mit der Ausweisung der Neubaugebiete konnten 20 preisvergünstigte Wohnbaugrundstücke sowie sechs von der Gemeinde frei veräußerbare Grundstücke geschaffen werden.

Die Baugebiete in Schwabering und Lampersberg sollen heuer noch fertig erschlossen werden und die Bewerbungsfrist für die ersten preisvergünstigten Wohnbaugrundstücke in Lampersberg wird laut Bürgermeister Summerer in rund vier Wochen beginnen. Es kann sich dann jeder auf ein Grundstück bewerben, ohne vorher tätig geworden zu sein.

Fünf Grundstücke für den Wohnbau

Nach einem Beschluss des Gemeinderates werden zunächst fünf Grundstücke angeboten und auch über einen möglichen Verkauf der frei veräußerbaren Grundstücke wird demnächst entschieden. Abschließend bedankte sich Bürgermeister noch ausdrücklich bei den Grundbesitzern für deren Entgegenkommen und die Abgabe von Grundstücken, wenn diese für eine Baulandschaffung benötigt wurden.

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