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Brenner-Nordzulauf

Schechen rüstet sich gegen violette Trasse

Im Schechener Rathaus gibt es viel zu tun, um die Gemeinde bestmöglich bei den Brennerzulauf-Planungen zu vertreten.
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Im Schechener Rathaus gibt es viel zu tun, um die Gemeinde bestmöglich bei den Brennerzulauf-Planungen zu vertreten.
  • vonKatharina Heinz
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Im Rathaus erwartet man einen großen Mehraufwand im Zuge der Brenner-Nordzulauf-Planungen. Die Gemeinde will sich personell und fachlich für den Kampf rüsten. Der Gemeinderat hat der Verwaltung das „Okay“ gegeben, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Schechen – „Vor drei Wochen kam ja heraus, dass man sich bei der Bahn für die violette Trasse entschieden hat – und seitdem habe ich eigentlich nichts anderes gemacht als Interviews zu geben, Presseanfragen zu beantworten und mich in der Bürgerinitiative einzusetzen“, so Bürgermeister Stefan Adam (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Er hat dabei immer wieder betont, welche Auswirkungen die Trasse für das Schechener Gemeindegebiethätte.

Hauptziel: Die Trasse verhindern

Adam verdeutlichte, welche Ziele er für die Gemeinde verfolge: die erste Option sei es, die Strecke zu verhindern. Die zweite Option sei es, die Trasse unter die Erde zu bringen. Die letzte Option sei es, anhand der derzeitigen Planungen das Beste für Schechen herauszuholen.

Zeitplan ist für die Bahn eng

In Plänen der Deutschen Bahn sehe man allerdings, dass das Vorhaben schon sehr detailliert ausgearbeitet sei. Die Planer, so die Befürchtung des Bürgermeisters, würden die Gemeinde „mit Plänen zuschütten“. Auch, weil der Zeitplan von Seiten der Bahn eng ist: Das Vorplanungsende ist für 2024, der Baubeginn für 2031 und die Inbetriebnahme für 2038/40 vorgesehen.

Aufgaben von Personal nicht zu stemmen

Bürgermeister Stefan Adam und die Verwaltung brauchen personelle Verstärkung.

Eine Vielzahl von Besprechungen sowie Anfragen von Bahnvertretern, Presse, Bürgern, Vereinen, Bürgerinitiativen, betroffenen Nachbargemeinden, Anwälten seien zu erwarten. Zudem müssten entscheidungsreife Sachverhalte für den Gemeinderat zeitnah vorbereitet werden. Diese Aufgaben seien mit dem aktuellen Personalstand nicht zu bewältigen. „Da brauchen wir jemanden, der uns unterstützt, was das Fachliche angeht“, so Adam.

Gemeinderäte für zusätzliche Manpower

Zustimmung gab es insbesondere von Andreas Rausch (CSU). „Ich bin ja eigentlich für einen schlanken Verwaltungskörper“, meinte er. Doch dieser Schritt sei auch ein Zeichen, dass sich jemand kümmere und der Gemeinde hilft, zu agieren.

Lesen Sie auch:Bahn beantwortet Bürgerfragen zum Brenner-Nordzulauf

Stephan Dialler (Parteifreie), der die Kommune im Gemeindeforum des Brennernordzulaufs vertritt, sagte: „Ich glaube, dass das Scheißding kommt, ob wir wollen oder nicht.“ Jetzt hätte die Gemeinde noch die Möglichkeit, zumindest ein bisschen mitzuplanen, und dafür brauche es „volle Manpower“. Er betonte auch: „Die Planer der Bahn kümmern sich um alles, aber die planen nicht für uns.“

Dr. Florian Zeller (CSU) fragte, ob es sinnvoll sei, sich eine Stelle mit einer anderen Gemeinde zu teilen. „Wir haben in Schechen aber eine ganz andere Situation als in allen anderen Gemeinden“, erwiderte Dialler. Daher halte er das für äußerst schwierig.

Juristische Hilfe ist neu zu regeln

Hans Neumayer (Parteifreie) fragte, ob es eine Möglichkeit gebe, den Personalmehraufwand bezahlt zu bekommen. Leider nein, antwortete der Bürgermeister. Er erklärte außerdem, dass die juristische Begleitung durch ein Anwaltsbüro, das man gemeinsam mit Nachbargemeinden beauftragt hatte, nur während des Raumordnungsverfahrens lief und nun abgeschlossen sei. Adam kündigte aber an, sich demnächst mit Bürgermeister-Kollegen zu treffen und zu besprechen, inwiefern man erneut juristische Hilfe in Anspruch nehmen könne.

Verwaltung soll schon mal loslegen

Der Gemeinderat einigte sich einstimmig darauf, dass die Verwaltung notwendige Maßnahmen einleiten und die entsprechenden Haushaltsmittel bereitstellen solle, um sich personell und fachlich für die Brennerzulauf-Planungen zu rüsten. Wie genau das umgesetzt werden soll, will das Gremium in seiner nächsten Sitzung diskutieren.

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