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28.000 Euro für Senioren als Brückenbauer

Ortsteil Sägmühle soll besser in Brannenburg integriert werden

Sie alle sind am Projekt „Senioren bauen Brücken“ beteiligt: (von links) Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher als Vorsitzender des „Christlichen Sozialwerks“, Geschäftsführerin Evi Falter, Dr. Georg Kasberger vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, Wolfgang Endler, Gwendolyn Dettweiler, Leader-Arbeitsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal, Bürgermeister Matthias Jokisch und Bernhard Richter, Geschäftsführer der Hausverwaltung Sägmühle.
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Sie alle sind am Projekt „Senioren bauen Brücken“ beteiligt: (von links) Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher als Vorsitzender des „Christlichen Sozialwerks“, Geschäftsführerin Evi Falter, Dr. Georg Kasberger vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, Wolfgang Endler, Gwendolyn Dettweiler, Leader-Arbeitsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal, Bürgermeister Matthias Jokisch und Bernhard Richter, Geschäftsführer der Hausverwaltung Sägmühle.
  • VonJohannes Thomae
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Wie kann der neue Ortsteil Sägmühle in die „alte“ Gemeinde integriert werden? In Brannenburg glaubt man nun, eine gute Lösung gefunden zu haben, beides zusammenzuführen.

Brannenburg – Man setzt auf die Senioren als „Brückenbauer“. In ländlichen Gemeinden, so heißt es oft scherzhaft, kannst du zwanzig Jahre wohnen und bist immer noch „der Neue“. Ein bisschen was ist dran an diesem Spruch und so ist klar, dass in Brannenburg die Integration des neuen Ortsteils Sägmühle in die „alte“ Gemeinde kein Prozess ist, der von heute auf morgen abgeschlossen sein kann.

In Brannenburg glaubt man nun aber, einen besonderen Weg gefunden zu haben, um das Zusammenwachsen zu fördern: Man setzt auf die Senioren als „Brückenbauer“.

Das seien Menschen, die in der Regel fit und aktiv genug sind, um noch etwas auf die Füße zu stellen, sagt Evi Falter, Geschäftsführerin des Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach : „Und sie haben die Zeit dazu“. Der Verein hatte die Idee zu diesem Konzept und seit letztem Monat ist dafür der Weg frei: Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dr. Georg Kasberger, übergab einen Förderbescheid des Europäischen Leader-Projektes über gut 28 000 Euro.

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Mithilfe dieses Geldes kann zunächst für zwei Jahre eine „Projektkoordinationsstelle“ eingerichtet werden. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich eine Person, die versuchen wird, unter den Senioren Mitstreiter zu gewinnen. Das Ziel ist es, möglichst viele Kontakte zwischen den Senioren des neuen Ortsteils und denen der „Altgemeinde“ aufzubauen. Kontakte, die im Idealfall Kristallisationspunkte sein können für neue Ideen und Aktivitäten. Auch bei deren Umsetzung wird die „Projektkoordinationsstelle“dann helfen.

Für Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch ist es wie für seinen Flintsbacher Kollegen Stefan Lederwascher, der Vorsitzender des Christlichen Sozialwerks ist, jedenfalls klar: Wenn die Keimzelle der Seniorenbegegnungen einmal am Wachsen ist, werde sie langsam, aber sicher auch auf Jüngere übergreifen. Wolfgang Endler, auf dessen Vorstellungen der Ortsteil Sägmühle zum großen Teil mit aufbaut, jedenfalls sah sich damit seiner Vision ein großes Stück näherkommen: Brücken zu bauen zwischen Alt und Jung. Nicht umsonst heißt der zentrale Platz des Ortsteils Sägmühle „Brückenplatz“.

Bernhard Richter, Geschäftsführer der Hausverwaltung Sägmühle, bekräftigte, dass von seiner Seite aus das Projekt mit Freude aufgegriffen und nach Kräften unterstützt werde. Auf längere Sicht, so Jokisch und Lederwascher, könne man vielleicht sogar damit rechnen, dass das Vorhaben ausgreife und sich Projekte und Aktionen über die Gemeindegrenzen hinaus entwickelten. Starten soll das Projekt im Herbst.Johannes Thomae

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