Knapper Beschluss im Gemeinderat

Brannenburg: Künftig heißt es „Gas weg“ in der Mühlenstraße

Mit einer streckenbezogenen Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer soll die Mühlenstraße sicherer werden.
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Mit einer streckenbezogenen Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer soll die Mühlenstraße sicherer werden.
  • vonMaria Stuffer-Chunpetch
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Die knappe Mehrheit des Gemeinderats Brannenburg hat dafür gestimmt: Auf der gesamten Länge der Mühlenstraße soll künftig Tempo 30 gelten. Mit elf zu neun Stimmen wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung damit einem von Bürgerseite gestellten Antrag entsprochen.

Brannenburg – In der Mühlenstraße, so die Begründung im Antrag, sei das Verkehrsaufkommen gestiegen. Bei Stau auf der Autobahn werde die Straße auch als Umgehung genutzt und die zahlreichen, teilweise schlecht einsehbare Zufahrten erhöhten das Sicherheitsrisiko. Für mindestens 85 Grund-, Mittel- und Realschüler sowie Schüler auf dem Weg zur Inntalschule, zum Gymnasium oder zum Hort bedeute der Weg über die Mühlenstraße eine erhebliche Gefährdung.

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Vonseiten der Polizeiinspektion Brannenburg wurden keine erkennbaren Gründe für eine Temporeduzierung gesehen. Gefahren seien gut zu erkennen, bei manchen Ausfahrten würde ein Gehölzrückschnitt die Übersichtlichkeit erhöhen. Die bisherigen Unfälle in der Mühlenstraße ließen sich nicht auf erhöhte Geschwindigkeit zurückführen, hieß es in der Stellungnahme. Insgesamt fehlten auch die rechtlichen Voraussetzungen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Nach einem Ortstermin wurde auch die Querung der Straße als gefahrlos beurteilt.

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Die Relevanz des Themas spiegelte sich in der Diskussion der Gemeinderäte wider: Man habe zwar keinen Einfluss auf die Menge des Verkehrs, aber auf dessen Geschwindigkeit. Eine streckenbezogene Temporeduzierung würde die Straße für Fußgänger und Radfahrer wesentlich attraktiver machen, unterstrich Markus Reichl (Die Grünen). Zudem sei die Mühlenstraße der offizielle Schulweg, ein anderer werde vonseiten der Schulen nicht empfohlen. Die aktuelle Gefahrensituation, zusätzlich bedingt durch den nur an einer Straßenseite vorhandenen Fußgängerweg, verdeutlichte seine Fraktionskollegin Ursula Bierl.

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