Kreuzung Nußdorfer Straße/Inntalstraße

Brannenburg: Ja zur Ampelregelung an Kreuzung an der Edeka-Zufahrt

Eine Ampelregelung an der Kreuzung Nußdorfer Straße/Inntalstraße/Edeka-Zufahrt soll künftig für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
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Eine Ampelregelung an der Kreuzung Nußdorfer Straße/Inntalstraße/Edeka-Zufahrt soll künftig für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
  • vonMaria Stuffer-Chunpetch
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Die Gemeinde Brannenburg hat nun grünes Licht für eine Ampelregelung an der Kreuzung Nußdorfer Straße/Inntalstraße und Edeka-Zufahrt gegeben. In der jüngsten Sitzung wurden die Gründe dafür eingehend erläutert.

Brannenburg – Bereits im Juni hat sich der Gemeinderat entschlossen, die Gemeindeverwaltung mit der Planung einer Ampelregelung der Kreuzung Nußdorfer Straße/Inntalstraße und Edeka-Zufahrt zu beauftragen. Da allerdings noch der Beschluss des vorherigen Gemeinderats für einen Kreisverkehr Bestand hatte, stand das Thema erneut zur Diskussion. Ein Fachgutachten zur baulichen Ausführung der Kreuzung lieferte weitere Erkenntnisse. Am Ende stimmte das Gremium für eine Ampelregelung und für die Aufhebung des Beschlusses vom Juli 2018, in dem sich der damalige Rat für einen Kreisverkehr ausgesprochen hatte. Die beiden Beschlüsse erfolgten mit jeweils 13 zu sieben Stimmen.

Kreisverkehr sei nicht zu empfehlen

Die Umsetzung des 2018 beschlossenen Kreisverkehrs war bislang an einem fehlenden Grundstück gescheitert, erläuterte Bürgermeister Matthias Jokisch (CSU). Aufgrund eines Bürgerantrags war dann eine Ampellösung ins Auge gefasst worden.

Nach den Untersuchungen von Dipl.-Ing. Christian Fahnberg (Ingenieurbüro für Verkehrsuntersuchungen im Orts- und Stadtbereich) sei ein Kreisverkehr zwar rechnerisch die beste Lösung, aber trotzdem nicht empfehlenswert.

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Zum einen bestehe die Gefahr, dass im Kreisverkehr bei einer Überlastung nichts mehr vorwärtsgehe, weil über die Strecke auch immer wieder der Umleitungsverkehr der Autobahn laufe.

Zum anderen biete eine Ampel erheblich mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Denn diese müssten aufgrund der Verbindung von Wohngebiet und Einkaufsmärkten sowie des Wegs zum Bahnhof die Staatsstraße häufig überqueren. Durch das verkehrsabhängige Steuern einer Ampelanlage könnte die Freigabe der Staatsstraße außerdem möglichst großzügig geregelt werden. Zu bedenken sei auch die Größe des Kreisverkehrs: Laut Fahnberg ist eine Größe mit einem Durchmesser von 34 Metern möglich, allerdings fordere das Straßenbauamt einen Durchmesser von 38 Metern, bestätigte Jokisch.

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Als Verfechter eines Kreisverkehrs unterstrichen Zweiter Bürgermeister Florian Hörhammer (Junges Dorf) und Dritter Bürgermeister Helmut Sachse (Freie Wähler), dass die Ortseingangssituation dadurch attraktiver gestaltet werden könnte. Zudem sei zu prüfen, ob eine geänderte Beschilderung den Umleitungsverkehr von der Autobahn her nicht entzerren könnte, regte Hörhammer an. Ein von Gemeinderat Hubert Estner (CSU) angesprochenes mögliches Ratsbegehren, bei dem die Brannenburger Bürger über dieses Thema entscheiden sollten, beurteilte Jokisch als nicht zielführend. Zum einen seien die Räte ja gewählt worden, solche Entscheidungen zu treffen, und zum anderen seien die Einwohner unterschiedlich stark von der Thematik betroffen. Die Durchführung eines Ratsbegehrens würde die Entscheidung außerdem nur verzögern.

Ampelanlage billiger als ein Kreisverkehr

Deutliche Unterschiede zwischen Kreisverkehr und Ampelanlage gibt es bei den Kosten: Laut Jokisch wurden diese zum besseren Vergleich über einen längeren Zeitrahmen gerechnet und enthalten auch eine Ablöse für die Ampel. Dabei stehen 200.000 Euro netto für eine Ampelanlage rund 480.000 Euro netto für einen Kreisverkehr gegenüber.

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