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BÜRGER SIND GEFORDERT

Brannenburg beteiligt sich nicht an der Earth Night

Die Gemeinde wird sich nicht an der Earth Night beteiligen, eine Aktion am 7. September, bei der ab 22 Uhr die ganze Nacht über das Kunstlicht so weit wie möglich reduziert werden soll.

Brannenburg – Obwohl sich nur zwei Mitglieder des Gemeinderates in der jüngsten Sitzung für die Teilnahme aussprachen, sahen viele Räte die grundsätzliche Notwendigkeit, auf eine zu ausgeprägte Beleuchtung zu verzichten und regten an, dies im privaten Umfeld umzusetzen.

Mit der Aktion solle ein Zeichen gegen die zunehmende und exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht gesetzt werden, erläuterte Gemeinderat Josip Lackovic (Bündnis 90/ Die Grünen). Gerade für Insekten seien die künstlichen Lichtquellen oft ein tödlicher Anziehungspunkt, wodurch Nahrungsquellen für andere Tierarten wegfallen. Neben der unnötigen Energieverschwendung verweisen die Initiatoren der Earth Night auf die stetig wachsende Himmelsaufhellung, die den Sternenhimmel verblassen lässt und den Schlaf weniger erholsam macht. Auch die Irritation von Pflanzen und Tieren durch künstliche Lichtquellen in der Nacht sollte ein Grund für den bewussteren Umgang damit sein.

Aufwand ist zu arbeits- und kostenintensiv

Der vorgeschlagenen Abschaltung der Straßenbeleuchtung für diese Nacht konnte Bürgermeister Matthias Jokisch (CSU) allerdings kaum etwas abgewinnen: „Der Aufwand für eine solche Aktion ist sehr groß und der Effekt eher überschaubar.“ Auch stelle sich die Frage der Haftung, falls es aufgrund der fehlenden Beleuchtung zu einem Unfall käme. Als schwierig bezeichnete Bernhard Pichler, Leiter des Netzbetriebs der Wendelsteinbahn, die Teilnahme der Gemeinde an der nächtlichen Aktion, da 17 verschiedene Schaltstellen jeweils zum Ab- und Anschalten angefahren werden müssten. Auch eine Abschaltung beispielsweise jeder zweiten Straßenlaterne sei technisch nicht durchführbar.

Aufgrund dieses arbeits- und kostenintensiven Aufwands regten mehrere Räte an, die Bürger zu einer freiwilligen Beteiligung an der Earth Night aufzurufen. Darüber hinaus sollten Privat- und Geschäftsleute eine allgemeine, nicht nur auf eine Nacht beschränkte, Reduzierung der künstlichen Lichtquellen überdenken.

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Zuvor hatte Pichler bereits über den aktuellen Stand der Brannenburger Straßenbeleuchtung berichtet. Von 654 Lichtpunkten wurden bereits 426 auf LED umgestellt. Er verwies auf weitere Einsatzpunkte, an denen die Umstellung Sinn machen würde und Energie- und Stromkosteneinsparungen zu erwarten seien. Eventuell sollen im nächsten Turnus LED-Lampen in der Mühlenstraße zum Einsatz kommen.

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