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Bläser von Karfreit verstummt

Generalmajor a.D. Rainer Jung (rechts, vorne) sieht den Auftrag zur Friedensschaffung erfüllt. Foto Engelhardt
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Generalmajor a.D. Rainer Jung (rechts, vorne) sieht den Auftrag zur Friedensschaffung erfüllt. Foto Engelhardt

Noch einmal standen die wie "im Dornröschenschlaf versunkene" Brannenburger Karfreitkaserne im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung. Peter Plank, Vorsitzender der "Truppenkameradschaft Brannenburger Gebirgspioniere" hatte Kameraden, ehemalige Brannenburger Gebirgspioniere, Freunde der Gebirgstruppe und Kommunalpolitiker zur Einweihung einer gestifteten Gedenktafel eingeladen. Sie erinnert an das Gebirgspionierbataillon 8, das in der Karfreitkaserne bis zur Schließung 2010 stationiert war.

Brannenburg/Landkreis - Angebracht wurde die Tafel am Hauptgebäude/Stabsgebäude der Kaserne unter der Symbolfigur des "Bläsers von Karfreit". Generalmajor a.D. Rainer Jung, der von 1995 bis 1998 Kommandeur der ersten Gebirgsdivision gewesen war, ließ die vergangenen Jahrzehnte einer neuen Generation von Wehrpflichtigen, die als "Staatsbürger in Uniform" ihren Dienst taten, Revue passieren. Er nannte die Gebirgspioniere sichtlich stolz als "Juwel mit und unter dem Edelweiß".

Das Edelweiß ist das traditionelle Zeichen und Symbol der Brannenburger Gebirgspioniere. Sie leisteten als Elite-Truppe ihren Dienst unter der Prämisse: "Daheim im schönen Inntal, einsetzbar und eingesetzt in der ganzen Welt!" Heute sind sie in Ingolstadt stationiert. Ihre humanitären Einsätze führten sie auch nach Afghanistan oder in den Kongo. Generalmajor a.D. Jung erinnerte auch an die beiden Brannenburger Gebirgspioniere Dubnicki und Kronawitter, die im Jahre 2010 in Afghanistan gefallen sind.

Alle Armeen der Welt, so Festredner Jung, pflegen ihre Tradition, die sich aus guten, aber auch aus schlechten Zeiten nährt. Da machen die Gebirgspioniere, egal ob ehemals in Brannenburg oder heute in Ingoldstadt stationiert, keine Ausnahme. Die Symbolfigur "Der Bläser von Karfreit" erinnert an die "Zwölfte Insonzoschlacht", die als "Schlacht von Karfreit" in die Militärgeschichte eingegangen ist. Sie begann am 24. Oktober 1917 und endete nach drei Tagen mit einem Sieg der deutsch-österreichischen Truppen über die Italiener.

Seine Ansprache schloss der Ex-Generalmajor mit den Worten, dass der Auftrag, dem Frieden zu dienen und einen Krieg zu verhindern, heute erfüllt sei. Seit fast 70 Jahren herrsche in Mitteleuropa Frieden und die "Ehemaligen, die in der Brannenburger Kaserne ihren Dienst geleistet haben, hätten dazu beigetragen.

Höhepunkt der Feierlichkeit: Geistlicher Rat Lorenz Poschenrieder, ehemals als Militärpfarrer für die Karfreitkaserne zuständig, segnete die Erinnerungstafel und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der "Bläser von Karfreit", unter dem die Erinnerungstafel angebracht ist, ausgedient habe und niemals mehr das Signal zum Angriff blasen müsse.

In Ehrfurcht senkten sich die Traditionsfahne der Gebirgsschützenkompanie Neubeuern, die "altgedienten Kameraden" und die Abordnung des Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt mit Oberstleutnant Pöppe an der Spitze entbot den Ehrengruß.

je

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