LESERFORUM

Besser Schulbushaltestellen verlegen als Tempo-Limit einführen

Zum Bericht „Fuß vom Gas in der Ortsmitte“ (Lokalteil):

Mit 14 gegen 7 Stimmen votierte der Gemeinderat für ein Tempo-30-Limit in der Ortsmitte von Rohrdorf. Die Polizei sieht keine Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsreduzierung. Rechtlich dürfte die Durchführung einer solchen Maßnahme mindestens bedenklich sein, wenn sie schon von der Polizei abgelehnt wird. Und wenn tatsächlich auch noch zwölf neue Verkehrsschilder aufgestellt und die Straße bepinselt wird, trägt das auch nicht zur Attraktivität der Ortsmitte bei.

Es geht hier in allererster Linie um die Schulkinder der Montessori-Schule. Mir persönlich ist es nach wie vor schleierhaft, warum die Busse zu den Bring- und Abholzeiten ausgerechnet mitten im Ort an der Hauptstraße stehen müssen. Jeweils drei Busse blockieren hier auf beiden Straßenseiten die Durchfahrtsstraße für etwa eine halbe Stunde jeden Tag komplett. Hier ist auch keine Tempo-30-Zone nötig, denn man kommt bestenfalls sowieso nur im Schritttempo durch.

Die Schulbushaltestellen müssten weg von der angeblich so gefährlichen Ortsdurchfahrt. Warum halten die Busse nicht einfach hinten an der alten Schule? Wenn hier nur zwei gleichzeitig Platz haben, muss man eben die Zeiten entzerren. Oder auch unten in der Achentalstraße? Durch leichte straßenbauliche Veränderungen ließe sich sicher auch das bewerkstelligen. Und der Weg zu den Schulen ist auch nur unwesentlich weiter und führt nicht über eine Straße.

Dann müsste man nicht die Ortsmitte mit einem Schilderwald verschandeln und eine Reduzierung auf Schrittgeschwindigkeit für die Allgemeinheit ist auch nicht nötig. Das Verkehrsgeschehen ist hier im Übrigen so überschaubar, dass jeder mit offenen Augen zu jeder Tageszeit problemlos die Straße überqueren kann. Und das auch bei Tempo 50.

Bernhard Kaiser

Rohrdorf

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