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Schulen in Neubeuern und Nußdorf reagieren

Besorgte Eltern: Sprachen Unbekannte in Neubeuern Kinder an? Das sagt die Polizei

Das Ortsschild von Neubeuern im Landkreis Rosenheim.
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Das Ortsschild von Neubeuern im Landkreis Rosenheim.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Zwei Schulkinder seien in Neubeuern von unbekannten Männern angesprochen worden, macht derzeit eine Elternnachricht die Runde. Was die Polizeiinspektion Brannenburg zu dieser Nachricht sagt und wie die Schulen in Neubeuern und Nußdorf reagieren.

Brannenburg – Derzeit macht in der Region die Nachricht in Form von Elternbriefen in WhatsApp-Gruppen die Runde, dass Schulkinder von unbekannten Männern angesprochen wurden. Am Donnerstagvormittag (13. Oktober) hieß es, der Vorfall habe sich in Neubeuern ereignet, am frühen Nachmittag war es dann angeblich in Nußdorf. In beiden Fällen ist die Polizei Brannenburg zuständig.

Auf Nachfrage der Redaktion heißt es dort, dass schon vor einigen Tagen Anrufe von Eltern dazu kamen, es aber keinen einzigen bestätigten Fall gebe. Ja, nicht einmal einen konkreten Hinweis, dass tatsächlich etwas passiert sei, hätten sie bei Ermittlungen gefunden, heißt es aus der Polizeiinspektion.

Von den Kollegen aus Prien wisse man, dass dort die Nachricht kursierte, dass angeblich 15 Kinder angesprochen worden seien. Kein Fall habe sich verifizieren lassen. Deswegen gehe die Polizei davon aus, dass es sich bei den Nachrichten um Fälschungen handelt.

Manuela Biersack, Schulleiterin in Neubeuern, tut das nicht. Bei ihr kam am Mittwochnachmittag die Nachricht von Eltern an, dass ihr Kind angesprochen worden sei. Das müsse sie ernst nehmen, für die Überprüfung seien andere zuständig, so Biersack. Die Schulleiterin gab die Information an ihr Kollegium weiter, damit die Lehrer die Eltern informieren, so dass diese mit ihren Kindern die Verhaltensregeln für derartige Fälle durchgehen können. Ob nun tatsächlich Kinder angesprochen wurden oder nicht: „Es schützt die Kinder immer, wenn sie wissen, wie sie sich verhalten sollen“, sagt Manuela Biersack.

Die Nachricht machte offensichtlich schnell die Runde, denn ein Elternbrief, der der Redaktion vorliegt, ist von der Nußdorfer Schulleiterin Heike Stangelmayer unterzeichnet. Deren Bitte: „Falls Ihrem Kind Ähnliches zustößt, bitten wir Sie eindringlich, unbedingt mit mir Kontakt aufzunehmen. Nur so können wir auch in der Schule darauf reagieren und vor allem alle Eltern ganz zeitnah informieren.“ Diese Ansicht teilt Manuela Biersack.

Im Verlauf des Elternbriefes geht es um die empfohlenen Verhaltensregeln: In keinem Fall mit Unbekannten mitgehen, nie in ein fremdes Auto einsteigen. Die Kinder sollen sich von fremden Fahrzeugen fernhalten. Vor allem nicht an eine Autotür herantreten, wenn sie von Fremden vom Auto aus angesprochen werden.

Weiter heißt es: „Gut ist es, wenn ihr Kind mit anderen Schulkindern/Freunden zur Schule bzw. nach Hause geht. Wichtig ist zudem, dass Ihr Kind mit Ihnen vertrauensvoll über derartige befremdliche Situationen reden kann. Unsere Lehrkräfte werden dies sofort in den Klassen auch besprechen.“ Letzteres bestätigt Manuela Biersack: Auch sie setzt ihr Kollegium sofort auf das Thema an, sollte es entsprechende Hinweise geben.

Das dürfte ganz im Sinne der Polizei sein - damit nicht doch aus lauter unbestätigten Fällen ein dramatischer wird.

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