Debatte in Riedering

Wasserqualität wieder ein Thema: Beim Simssee-Schutz gemeinsam vorgehen

Um die Wasserqualität des Simssees ist eine Diskussion entbrannt.
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Um die Wasserqualität des Simssees ist eine Diskussion entbrannt.
  • vonElisabeth Kirchner
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Die Wasserqualität des Simssees wurde einmal mehr debattiert – diesmal im Gemeinderat Riedering. Georg Kasberger (CSU) regte an, Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt einzuladen, um sich zu informieren.

Riedering – Der Simssee falle ob seiner Größe unter die sogenannte europäische Rahmenschutzrichtlinie. Daher stünden viele Entscheidungen an, über die der Fachmann berichten und informieren könne.

Widerspruch zu Aussagen der Aktionsgruppe „Sauberer Simssee“

Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWGR) begrüßte die Anregung. Der Abwasserzweckverband (AZV) wolle ebenfalls alle Beteiligten zu einer Informationsveranstaltung etwas später im Jahr einladen. Der AZV arbeite seit über 17 Jahren gemeinsam mit den Landwirten rund um den Simssee beim Gewässerschutz zusammen. Dafür würden seit 2003 jeweils 30.000 Euro jährlich für die Verbesserung der Wasserqualität des Sees zur Verfügung gestellt. Vodermaier regte gleichzeitig an, dass sich alle Anrainergemeinden, die in den Simssee entwässern, mit einbringen sollten.

Dominik Summerer (CSU) bedauerte, dass zu wenig über das Simsseeschutzprojekt geredet werde. Die Aktionsgruppe „Sauberer Simssee“ habe es vormals so dargestellt, als sei zu wenig getan worden. Dem sei nicht so: „Es tut sich was.“ Riedering sei Pilotgemeinde gewesen und engagiere sich weiterhin.

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Richard Mühlbauer (FBP) ging wie Kasberger auf die europäische Wasserrahmenrichtlinie ein. Seiner Meinung nach sei das ein politisches Konstrukt, deren Ziele man nicht von jetzt auf sofort erreichen könne. Vodermaier betonte die Wichtigkeit eines gemeinsamen Vorgehens: Man müsse alle Punkte auf breiter Basis öffentlich erklären.

Tinninger See soll künftig mit Quartmehl behandelt werden

Irmgard Wagner (SPD) berichtete, dass sie von einem Bürger auf den Einsatz von Karpfen für den Gewässerschutz angesprochen worden sei. Dies sei zwar eine von vielen Maßnahmen, so Vodermaier, aber man dürfe das ökologische Gleichgewicht nicht durch den Einsatz von nichtheimischen Raubfischen aus dem Gleichgewicht bringen.

Der Bürgermeister gab aus der letzten nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung bekannt, dass künftig der Tinninger See mit Quarzmehl nach der Methode der Firma NaturSinn International KG behandelt werden soll. Gerd Mappes, Baubiologe von NaturSinn, hatte die Methode im Juli vorgestellt. Der gemeindliche Bauhof werde bereits ab diesem Jahr in regelmäßigen Abständen damit beginnen.

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Die Sauberkeit überwache weiterhin das Gesundheits- beziehungsweise Wasserwirtschaftsamt sowie das beauftragte Fachbüro Ecozept. Den Reinigungsprozess beobachte dann der Bauhof mit jedem weiteren Ausbringen des Quarzmehls.

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