Beeindruckend, aber in marodem Zustand: Der Neubau der Rosengassenbrücke rückt näher

Die Rosengassenbrücke ist in einem schlechten baulichen Zustand. In absehbarer Zeit soll ein Neubau in Angriff genommen werden.
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Die Rosengassenbrücke ist in einem schlechten baulichen Zustand. In absehbarer Zeit soll ein Neubau in Angriff genommen werden.

Die Rosengassenbrücke – sie sei nicht mehr im besten Zustand. In absehbarer Zeit sei deshalb ein Neubau angedacht, sagte Florian Seebacher, neuer Geschäftsleiter der Gemeinde Oberaudorf, in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Eine erste konkrete Kostenschätzung: 1 190000 Euro.

Von Barbara Forster

Oberaudorf

Wegen der hohen Kosten und der angespannten Finanzlage der Gemeinde sei jedoch anzuraten, diese Maßnahme zunächst aufzuschieben. Seebacher informierte auch über eine mögliche Ausweichstrecke für die Rosengassenbrücke.

Eine Lösung biete sich über den Waldweg Auerberg an. Dieser Weg wäre auch aus touristischem Blickwinkel betrachtet interessant: Es würde eine Verbindung von Oberaudorf über die Längau zum Sudelfeld entstehen, die auch für Mountainbike geeignet wäre, ohne eine Hauptverkehrsstraße dafür nützen zu müssen. Eine Förderung im Rahmen des Programms für öffentliche touristische Infrastruktur wäre zudem nicht auszuschließen. Derzeit bestehe über die Grafenherbergstraße eine geeignete Erschließung zum Ortsteil Rosengasse, erklärte Seebacher. Geöffnet ist zurzeit auch die Rosengassenstraße – mit Einschränkungen für den Verkehr.

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Während der Wintermonate muss die Straße für Winterdienstfahrzeuge allerdings gesperrt werden. Zur Sicherung eines Notweges für den Ortsteil Rosengasse biete sich nach ersten Vorgesprächen mit der Staatlichen Forstverwaltung der Waldweg Auerberg an. Dieser beginnt am Waldparkplatz und reicht bis zum E-Werk unterhalb des Brückenbauwerks.

In der Folge gelangt man laut Seebacher über einen forsteigenen Weg und über ein kurzes Stück Privatweg wieder auf die Rosengassenstraße.

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Die Verwaltung soll nun ermitteln, ob die Grundstückseigentümer dieser Wegeführung zustimmen und auch eine dingliche Sicherung in Form einer Widmung als öffentlicher Waldweg befürworten würden. Auch im Falle eines Brückenneubaus sei diese vorgeschlagene Wegestrecke unbedingt erforderlich. Der Vorteil: Man hätte zugleich eine Baustellenzufahrt.

Rund 20 000 Euro für Ausbau des Weges

Für den Ausbau des Weges sowie zur weiteren touristischen Nutzung hat die Gemeinde Kosten von rund 15 000 bis 20 000 Euro angesetzt.

Einstimmig wurde im Gemeinderat beschlossen, dass die Verwaltung die notwendigen Maßnahmen zur Herstellung und rechtlichen Sicherung einer Ausweichstrecke für die Rosengassenbrücke einleiten soll. Über die weitere Durchführung des Projekts soll der Bauausschuss entscheiden.

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