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Bürger sollen miteinbezogen werden

Baum - oder Wiesenbestattung? Neubeuern will neue Beerdigungsformen anbieten

Der Friedhof in Altenbeuern wird erweitert. Welche unterschiedlichen Grabarten dort Platz finden, soll auf einer Veranstaltung mit den Bürgern diskutiert werden.
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Der Friedhof in Altenbeuern wird erweitert. Welche unterschiedlichen Grabarten dort Platz finden, soll auf einer Veranstaltung mit den Bürgern diskutiert werden.

Erd- oder Feuerbestattung, klassisches Grab, Urnengrab, oder doch eine Baum- und Wiesenbestattung? All diese Fragen stellt sich derzeit die Gemeinde Neubeuern. Denn der Friedhof in Altenbeuern soll erweitert werden. Eine Machbarkeitsstudie zeigt den Gemeinderäten, was in Sachen letzte Ruhestätte möglich ist.

Von Edith Riedl

Neubeuern – Der Marktgemeinderat Neubeuern vergab vergangenes Jahr eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des Altenbeuerer Friedhofs. Diese wurde vom Friedhofskompetenzzentrum aus Rosenheim erarbeitet und von Michael Hartl in der jüngsten Gemeinderatsitzung vorgestellt.

Bedürfnisse haben sich gewandelt

„Die Bedürfnisse der Menschen haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert“, berichtete Hartl. „Die traditionelle Form der Bestattung nimmt immer mehr ab. Die Leute sind mobiler und freier geworden. Das macht sich auch in der Bestattungskultur bemerkbar.“ So referierte der Geschäftsführer des Friedhofskompetenzzentrums im Gemeinderat darüber, dass die Menschen immer noch einen würdigen Platz zum Trauern beanspruchen, gleichzeitig aber nicht mehr die Anstrengung der Grabpflege übernehmen wollen, beziehungsweise von weit entfernten Wohnorten nicht mehr können.

Abhilfe könnte in Neubeuern mit einer Friedhofserweiterung in Richtung Hiererberg, also in Richtung Westen geschaffen werden. Dort könnten verschiedene neue Bestattungsformen integriert werden. Dazu gehören Rosengärten, Staudengärten, Baum- und Wiesenbestattungen, aber auch Bestattungen am Wasser. In einer Konzeptstudie hat sich Hartl nun die Fläche, die rund 2000 Quadratmeter umfasst, angeschaut.

Der Experte hat eine Analyse erstellt, wie diese die nächsten Jahrzehnte entwickelt werden könnte. Dabei betonte er, dass sich die Fläche natürlich nicht in einer kompletten Maßnahme, sondern sich behutsam mit verschiedenen Bestattungsformen entwickeln müsse, „denn wir wissen nicht, wie sich die Bedürfnisse entwickeln, damit wir künftig darauf entsprechend reagieren können“, so Hartl.

Friedhof soll eine Einheit sein

„Es gibt sicher noch einige Details in den Planungen zu besprechen, aber die Urnengräber sind knapp geworden und es besteht ein Handlungsbedarf“, sagt Gemeinderat Konrad Stuffer (CSU), der auch Friedhofsbeauftragter der Gemeinde ist. Wichtig sei es, bei der Planung den alten und neuen Teil nicht zu sehr zu trennen, sondern eine gute Verbindung zu schaffen.

Stuffer berichtete von einer Besichtigung des Friedhofs in Bad Feilnbach–Au mit etlichen Gemeinderäten. „Der Friedhof dort hat einen parkähnlichen Charakter und kam bei den meisten Räten gut an“, so Stuffer.

„Ein Friedhof erzählt auch immer die Geschichte, wie sich die Gesellschaft über die Jahrzehnte verändert hat“, sagt Bürgermeister Christoph Schneider (Unabhängige Neubeurer).

Wichtig sei es, im Vorfeld der Ausschreibung mit den Bürgern zu sprechen und zu klären, ob eine Mehrheit der Erweiterung und den neuen Formen aufgeschlossen gegenüber stehe. Der Bedarf sei mit durchschnittlich 40 Beerdigungen im Jahr gegeben.

Bürger sollen bald informiert werden

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung ohne Gegenstimme zu. Dieser sieht vor, eine Friedhofserweiterung grundsätzlich anzustreben.

Um die Bürger über die Planungen aufzuklären und ein Stimmungsbild einzufangen, soll im Vorfeld noch eine Veranstaltung mit Michael Hartl Friedhofskompetenzzentrum organisiert werden.

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