Bauleitplanung: Erste Schritte

Vogtareuth - In der jüngsten Sitzung des Vogtareuther Gemeinderats stellte Architekt Anton Huber die von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Entwürfe der Bauleitplanung für die Orte Sulmaring, Wall, Oberwindering, Hölking und Aign vor.

Für Wall, Oberwindering und Hölking bestand kaum Diskussionsbedarf. Hier ging es überwiegend darum, den Baubestand festzulegen und wenige einzelne Bauvorhaben aufzunehmen. Geschlossen sprach sich das Gremium für die «frühzeitige Bürgerbeteiligung» aus. Anregungen und Einwendungen können dann noch bei der endgültigen Planung eingearbeitet werden. Zu dem vom Architekten vorgestellten Entwurf für eine Bauleitplanung in Sulmaring gab Bürgermeister Matthias Maier die Schreiben von drei Grundstückseigentümerinnen bekannt, die damit die Aufnahme ihrer Grundstücke am nordöstlichen Ortsrand in die Bauleitplanung beantragen und darauf verweisen, dass bereits früher ein Bauvorbescheid erteilt worden war. Während einige Ratsmitglieder die Aufnahme dieser Grundstücke und den eingeplanten «Dreispänner» auf dem Grundstück von Georg Weindl durchaus für zustimmungsfähig sahen, äußerten sich mehrere hinsichtlich der am südöstlichen Ortsrand eingeplanten zwei Wohnhäuser kritisch, zumal die Grundstücksflächen ihnen insbesondere wegen der Erschließung der bereits dahinter bestehenden Häuser zu klein erscheinen. Gemeinderätin Annemarie Bock wies auch darauf hin, dass mit der vorgesehenen Bebauung der Ort zu dicht besiedelt würde. Letztlich wurden einstimmig die Aufnahme der drei Grundstücke am nordöstlichen Ortsrand in die Bauleitplanung und die frühzeitige Bürgerbeteiligung beschlossen. «Den Entwurf einer Bauleitplanung hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Er kommt zu gegebener Zeit wieder auf die Tagesordnung», schloss Bürgermeister Matthias Maier die Beratung über den vorgestellten Bauleitplanungsentwurf für den Ortsteil Aign ab.

Schwerpunkte der Planung liegen dort am westlichen Ortsrand und östlich der Staatsstraße. Weitgehende Einigkeit bestand darüber, dass hier mit der Gemeinde Prutting wegen des angrenzenden Ortes Niedernburg Rücksprache zu halten ist. Problematisch wurden auch die im Genehmigungsverfahren zu erwartenden Lärmschutzauflagen wegen der durchführenden Staatsstraße und die damit auf die Gemeinde zukommenden Kosten gesehen. Aus dem Gemeinderat wurde angeregt, bei der Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden auch ausdrücklich nachzufragen, ob im Bereich Aign eine Ortsumfahrung zu erwarten ist, damit dies gegebenenfalls bei der weiteren Planung berücksichtigt werden kann. Angemerkt wurde auch, dass mit der vorgestellten Bebauungsmöglichkeit Aign sich zu einem Dorf entwickeln würde.

Zu dem von der Gemeinde bereits gestellten Antrag auf Aufnahme in das Programm «Dorferneuerung» gab der Bürgermeister bekannt, dass das Amt für ländliche Entwicklung in einer späteren Sitzung den Gemeinderat entsprechend informieren wird. gre

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