Baubeginn bei Iko in Raubling bleibt weiter unklar

Die Unternehmerfamilie Irlbacher möchte das Sport- und Radgeschäft Iko vergrößern. Die ursprünglichen Pläne wurden abgeändert: Die Seitenwände sollen jetzt rund 40 Zentimeter höher werden, statt eines Satteldachs soll es nun ein Flachdach werden.

Raubling – Dieser Änderungswunsch stößt beim Landratsamt Rosenheim allerdings auf Widerstand: Den Antrag auf Vorbescheid werde man ablehnen, so das Landratsamt. Eine mögliche Lösung sei laut Pressesprecher Michael Fischer eine Aufstellung eines Bebauungsplans.

Für den Bereich des Iko-Geländes bestehe derzeit kein Bebauungsplan, sagt Michael Astner, Bauamtsleiter der Gemeinde Raubling auf Nachfrage. Aber durch einen Bebauungsplan könne grundsätzlich Baurecht geschaffen werden. Dieser werde von der Gemeinde aufgestellt und erfolge in einem im Baugesetzbuch geregelten Verfahren. Im Bebauungsplan kann grundsätzlich die Art – also beispielsweise Gewerbe – sowie die Höhe der baulichen Nutzung und die überbaubaren Grundstücksflächen festgelegt werden.

„Wir versuchen natürlich alles, dass wir in Raubling bauen können“, sagt Iko-Prokuristin Tessa Irlbacher. Ihr Vater Konrad Irlbacher, Geschäftsführer des Sportgeschäfts Iko, sagt, dass der Architekt die Vorbereitung für die Bebauungspläne treffen werde, aber auch die Planungen, was den alternativen Standort in Tirol betreffe, noch nicht ad acta gelegt werden: „Wir fahren jetzt planungsmäßig zweigleisig“, sagt er gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

Auch er bestätigt: Nach wie vor wünsche man sich, neben dem bestehenden Gebäude in Raubling anbauen zu können. Entscheidend ist für Irlbacher allerdings der Zeitpunkt: „Ende des Jahres müssen wir wissen, was läuft.“ Wichtig wäre in erster Linie auch zu wissen, ob die Änderung grundsätzlich möglich wäre. Keine Option sei es, auf die alten Pläne zurückzugreifen: „Den ursprünglichen Plan machen wir auf keinen Fall. Das würde keiner schön finden“, so Tessa Irlbacher. Und die Irlbachers drücken aufs Gas: Allerspätestens in einem Jahr wolle man mit dem Bau beginnen, so Geschäftsführer Konrad Irlbacher.

Aufwendiges Verfahren notwendig

Doch sei es unklar, ob das verwaltungstechnische Verfahren sich so schnell abschließen lässt. „Bebauungsplanverfahren sind zeitlich schwer abschätzbar“, sagt Astner. Dies sei unter anderem abhängig von den zu behandelnden Stellungnahmen. „Dabei sind natürlich eventuell zwingende gesetzliche Vorgaben zu beachten“, so der Bauexperte. Eventuell müsse aufgrund von notwendigen Planänderungen auch die Behörden- oder Öffentlichkeitsbeteiligung wiederholt werden. Erst am Ende dieses Verfahrens steht der Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat und die anschließende Bekanntmachung. bfo

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