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Söllhubener Ehrenmitglied des Gauverbandes mit 75 verstorben

Abschied von Vorzeigetrachtler Bartl Hollinger in der Wallfahrtskirche St. Salvator

Bartl Hollinger war Ehrenmitglied des Gautrachenverbandes I und ein großer Freund der Trachtenjugend
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Bartl Hollinger war Ehrenmitglied des Gautrachenverbandes I und ein großer Freund der Trachtenjugend.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Nur wenige Wochen nach seinem 75. Geburtstag verstarb Bartholomäus Hollinger. Wie groß seine Wertschätzung über seine Familie hinaus war, zeigte die überwältigende Teilnahme bei der Trauerfeier in der Wallfahrtskirche von St. Salvator.

Riedering/Prien – Der Söllhubener Trachtler Bartl Hollinger war über seinen Heimatverein „D´Hochlandler“, über das Gebiet Simssee und über den großen Gauverband I hinaus aktiv und beliebt, er war eine bayernweite Trachtler-Persönlichkeit – das verdeutlichten auch die Nachrufe.

Ehrenmitglied des Gauverbandes I

An der Trauerfeier beteiligten sich die Kirchgänger zum übergroßen Teil im Freien. Dorthin wurde der Gottesdienst per Lautsprecher übertragen. Lediglich die Fahne des Söllhubener Trachtenvereins und die Standarte des Gauverbandes I fanden Platz im Altarraum. Alle anderen mussten draußen bleiben.

Michael Hauser, neuer Gauvorstand vom Gauverband I würdigte auch namens seines Vorgängers Peter Eicher und im Beisein von Ehrenvorsitzenden Max Bertl und dessen Nachfolger Günter Frey vom Bayerischen Trachtenverband in seinem Nachruf am offenen Grab den Verstorbenen mit den Worten: „Der Bartl war zwölf Jahre Leiter des Gebiets Simssee. Mit seiner besonnenen und heiteren Art gewann er die Jugendlichen, mit diesen ging er auch gerne auf Reisen und so wurde er 2014 in Ruhpolding zum Ehrenmitglied unseres Gauverbandes ernannt.“

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Für den Bayerischen Trachtenverband war Bartl Hollinger ein anpackender Mann der ersten Stunde, als 2004 begonnen wurde, das Trachtenkulturzentrum aller bayerischen Trachtler in Holzhausen, Gemeinde Geisenhausen, herzurichten. „Er hat bis zuletzt ungezählte Handwerker organisiert und selbst seine Malerhand angelegt. Sein Fleiß, seine Ehrlichkeit und sein Humor werden uns fehlen“, so Hauser.

Trachtler, Theaterspieler, Feuerwehrmann

Simon Rothmayer vom GTEV Söllhuben sprach auch namens des Veteranenvereins, der Feuerwehr, der Gebirgsschützenkompanie, des Musikfördervereins und der Böllerschützen ein „Vergelt´s Gott“ für ein Ehrenmitglied, das von 1966 bis 1996 als Erster Kassier mithalf, die „Hochlandler“ zur Vereinsblüte zu führen, wobei 1995 das Gaufest vom Gauverband I ein besonderer Höhepunkt war.

„Von 1993 bis 2002 war Bartl Hollinger in seinem Heimatverein Theaterspielleiter. Außerdem war er Theaterspieler, Souffleur, aktiver Plattler, Kalendermacher und Maibaumanstreicher“ – so der Söllhubener Vorstand. Krankenhaus-Seelsorger Peter Bergmaier erinnert an Bartl Hollinger. Er wurde in Prien geboren, wuchs in Söllhuben mit zwei Schwestern und drei Brüdern auf, bereits im Alter von sieben Jahren verlor er seine Mutter.

Zweimal Frau fürs Leben gefunden

Der Schule in Söllhuben und der Malerlehre in Riedering folgten die eineinhalbjährige Bundeswehrzeit bei der Tragtierkompanie in Bad Reichenhall, 25 Jahre als Maler bei der Rosenheimer Firma Fischbacher sowie von 1990 bis zur Rente die Beschäftigung beim Priener Kreiskrankenhaus. Bereits früh verlor er im Jahr 1985 seine erste Frau Luise.

Im Krankenhaus-Dienst lernte er seine zweite Frau Resi kennen und mit ihr setzte er das Familienleben mit Sohn Barthi aus erster Ehe und mit Tochter Elisabeth aus zweiter Ehe sowie mit den vier Enkeltöchtern fort. Im Mai dieses Jahres konnte er noch seine Silberne Hochzeit feiern.

Die musikalische Gestaltung der Trauerfeier in der Kirche übernahmen der Dreiwinkl-Gesang und Hans Wiesholzer mit dem Akkordeon sowie Söllhubener Blasmusikanten beim Trauermarsch und im Friedhof.

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