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Neuer Treppenlift im Rathaus

Barrierefrei zum Bürgermeister: Oberaudorfer wünscht sich eine zugängliche Gemeinde

Für mehr Mobilität: Josef Gasteiger, Seniorenbeauftragter von Oberaudorf, freut sich über den neuen Treppenlift im Rathaus.
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Für mehr Mobilität: Josef Gasteiger, Seniorenbeauftragter von Oberaudorf, freut sich über den neuen Treppenlift im Rathaus.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Ein Zeichen für Lebensqualität und Selbstbewusstsein soll der neue Treppenlift im Rathaus Oberaudorf sein. Zumindest wenn es nach dem Seniorenbeauftragten Josef Gasteiger geht. Der Oberaudorfer testete die neue Anschaffung und erzählt, wie er sich für eine barrierefreie Gemeinde einsetzen will.

Oberaudorf – Für manche mag es nur eine sich langsam bewegende Plattform sein. Für Josef Gasteiger, den Seniorenbeauftragten von Oberaudorf, ist der neue Rathaus-Treppenlift nicht weniger als ein Stück Lebensqualität für einige Einwohner. Seit August sind beide Stockwerke der Verwaltung für jeden barrierefrei erreichbar. Die im Gemeinderat seit über einem Jahr diskutierte Investition von 25.000 Euro soll dabei nicht nur Menschen mit Behinderungen helfen, sondern gleichzeitig sogar Geld sparen.

Ohne Hilfe in den zweiten Stock

„Das wurde höchste Zeit“, bilanziert Gasteiger mit Blick auf die Plattform, die seit Kurzem den Treppenrand im Oberaudorfer Rathaus ziert. Mit ihr sollen Menschen mit Behinderung problemlos in alle Räume gelangen, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein. Die Planungen für den Treppenlift gibt es laut dem Oberaudorfer schon über ein Jahr. „Allerdings ist immer irgendetwas dazwischen gekommen, was wichtiger war.“ Umso glücklicher ist der Seniorenbeauftragte jetzt, dass man eine Lösung für Alt und Jung gefunden hat.

Auslöser für die Anschaffung war laut Bürgermeister Matthias Bernhardt auch die Debatte um die Erschließung des Sitzungssaals. „Wir haben überlegt, den Saal in das ehemalige „Aufinger“ am Rathausplatz zu verlegen, damit dieser barrierefrei zugänglich ist“, berichtet der Rathauschef. Da mit dem Lift nun aber jeder an den Sitzungen im ersten Stock teilnehmen kann, könne man sich die Verlegung und die damit verbundenen Kosten von rund 150.000 Euro sparen. Das sind zwei Fliegen mit einer Klappe“, ist sich Bernhardt sicher.

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Den Seniorenbeauftragten Gasteiger freut es dabei besonders, dass der Treppenlift nicht nur für Einwohner mit leichten Einschränkungen, sondern auch für den Transport von ganzen Rollstühlen oder Rollatoren ausgelegt ist. Die Bedienung sei nach dem ersten Selbsttest des Oberaudorfers zwar etwas kompliziert.

„Wenn man aber einmal weiß, wie es funktioniert, ist es ganz einfach.“ Um die Funktionen des Treppenlifts zu verstehen und bei Problemen eingreifen zu können, soll laut Gasteiger für einige Mitarbeiter eine Sicherheitseinweisung erfolgen. Für Nutzer ohne eigenen Rollstuhl fehle außerdem noch eine Sitzmöglichkeit, die erst in ein paar Wochen nachgeliefert werde.

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„Grundsätzlich ist der Lift allerdings TÜV geprüft und einsatzbereit“, betont Bernhardt. Um das Rathaus endgültig barrierefrei zu gestalten, soll außerdem die Eingangstür ausgetauscht werden. „Bisher schwingt die Tür nur nach außen hin auf“, schildert Gasteiger. Menschen mit einer Behinderung könnten, wenn sie davor sitzen, dementsprechend niemals ohne Hilfe in das Gebäude gelangen. Aus diesem Grund wird laut dem Seniorenbeauftragten noch in diesem Jahr eine Schiebetür eingebaut, die sich mithilfe eines Sensors automatisch öffnet.

Gemeinde hat weiterhin Potenzial

„Damit ist das Rathaus erst einmal versorgt“, bilanziert Gasteiger, der bereits an weitere Verbesserungen für die Gemeinde denkt. So könnte man beispielsweise den Gehsteig vor dem Rathaus noch ein wenig absenken, damit es Rollstuhlfahrer leichter hätten. Zudem bereitet ihm die Unterführung am Bahnhof, die selbst für Leute mit schwerem Gepäck schon ein Hindernis sei, seit einiger Zeit Magenschmerzen.

Zunächst ist Gasteiger aber zufrieden. Er ist überzeugt: „Wenn die Menschen mit Behinderung wissen, dass man ab sofort wieder alles selbst erledigen kann, kommen sie wieder mit ganz anderem Selbstbewusstsein ins Rathaus.“

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