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Klimaschutz in Kommunen

Babensham will Energiewende anpacken und holt sich dabei fachlichen Rat

Professor Dr. Dominikus Bücker, Professor an der Technischen Hochschule Rosenheim und Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (INEV) referierte im Gemeinderat Babensham.
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Professor Dr. Dominikus Bücker, Professor an der Technischen Hochschule Rosenheim und Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (INEV) referierte im Gemeinderat Babensham.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Die Umsetzung der anvisierten Energiewende ist derzeit noch eine Herausforderung. Doch es gibt Unterstützung. Professor Dr. Dominikus Bücker von der TH Rosenheim und Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (INEV) sprach darüber im Gemeinderat Babensham.

Babensham – Organisatorisch, wirtschaftlich, technisch. gibt es noch viel zu tun. Wie erhält man dabei Unterstützung und welche Fördermöglichkeiten und Programme gibt es? Darüber referierte Professor Dr. Bücker, in Babensham. „Wie fangen wir als Kommune an?“ Diese Fragestellung ist Professor Bücker wohl vertraut, dessen Ausführungen bei den Räten auf großes Interesse stieß. Als zweiter Referent war der Klimamanager von Bernau und Aschau im Chiemgau, David Schmidtner, zu der Informationsveranstaltung geladen. Er zeigte auf, wie die in einer Genossenschaft zusammengeschlossenen Bürger eine nachhaltige Energieversorgung finanziell abgesichert in die eigene Hand nehmen können.

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Am Rande der Veranstaltung fasste Bücker für unsere Zeitung die wesentlichen Punkte zu dem Thema zusammen. „Es gibt einen großen Handlungsbedarf. Es geht zuerst darum, herauszufinden, welche Bereiche in der Gemeinde energetisch nicht so toll sind.“ Grundsätzlich seien die kommunalen Liegenschaften immer ein lohnenswerter Bereich, wenn es um effektivere Energieversorgung geht. „Wo habe ich eine schlechte Verglasung, wo fehlt es an Dämmung, wo ist die Heizung veraltet, wo die Beleuchtung?“

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Diese Punkte näher zu betrachten, lohne sich, so der Energieexperte. Fündig könne man auch beim Leitungsnetz für die Fernwärme werden. Er wolle nicht von leichtfertiger Energieverschwendung sprechen, wohl aber sehe er an vielen Stellen Einsparpotenziale. „Diese Potenziale muss man eben finden.“ Förderfähige Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld könnten etwa die Straßenbeleuchtung sein, raumlufttechnische Anlagen, Radverkehrsinfrakstruktur und Bioabfallanlagen. Das INEV steht den Gemeinden beratend zur Seite.

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Ob Energie in Deutschland zu teuer ist? Bei dieser Frage überlegt Bücker einen Moment – um dann eine Lanze für die erneuerbaren Energien zu brechen: „Man muss sagen, dass die erneuerbaren Energien auf mittlere Sicht für eine Stabilisierung der Preise sorgen und nicht für eine Verteuerung.“ Und was kann Babensham tun, um den Bürger für umweltschonende Energie zu gewinnen? „Also ich finde wichtig, dass die Kommunen eine Vorbildrolle übernehmen“, so der Experte. „Das gilt auch für Babensham.“

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