Aufzüge am Bahnhof Kiefersfelden: Die Monteure sind vor Ort

Die Aufzüge am Bahnhof sind noch nicht einsatzbereit. Hoffmann

Kiefersfelden – Es tut sich was am Bahnhof Kiefersfelden.

Die Deutsche Bahn stand ja lange Zeit schwer in der Kritik, da die Aufzüge am Bahnhof zunächst einmal über einen längeren Zeitraum sehr anfällig waren und dann ganz ausfielen.

Sehr zum Unmut vieler Reisender, vor allem der mit Handicap, denn sie mussten oftmals den Umweg über Kufstein oder aber fremde Hilfe in Anspruch nehmen. In mehreren Artikel hat das OVB auf diese eklatanten Missstände hingewiesen und die Deutsche Bahn in die Pflicht genommen.

Abnahme durchDeutsche Bahn

Nach mehreren Versprechen, die Situation so schnell wie möglich zu beheben, laufen jetzt seit geraumer Zeit die Erneuerungsarbeiten an den maroden Aufzügen durch die Firma Thyssenkrupp. Sind diese abgeschlossen, muss die Deutsche Bahn die Aufzugsanlage abnehmen, bevor sie wieder für die Reisenden nutzbar ist. Auf Anfrage teilte deren Sprecher schriftlich mit: „Solange noch nicht alle Mängel beseitigt sind, kann man verständlicherweise keinen Inbetriebnahmetermin nennen.“ Also ist noch weiteres Warten angesagt, bis die Aufzüge wieder genutzt werden können.

Aktuell sind für Menschen mit Handicap die Züge auf den Gleisen zwei und drei nur noch zu erreichen oder zu verlassen, wenn sie vor Ort kräftige Helfer finden.

Seit Jahren schon sorgen die Aufzüge am Bahnhof Kiefersfelden für Probleme. Immer wieder sind sie defekt oder bleiben stecken. Das hat teils gravierende Folgen für die Nutzer, die darauf angewiesen sind, wie beispielsweise Menschen mit Gehbehinderung, Senioren mit Rollatoren oder Eltern mit Kindern und Kinderwagen.

Nach mehreren Störungen mit Feuerwehr- und sogar Rettungseinsätzen hatte die Deutsche Bahn Mitte Oktober beide Aufzüge aus Sicherheitsgründen stillgelegt und ein Sprecher der Bahn kündigte an, dass die Aufzüge im ersten Halbjahr 2020 ausgetauscht werden sollen. Aus Sicherheitsgründen waren sie über die Wintermonate außer Betrieb und sind es auch jetzt noch.

Anmeldungist erforderlich

Da es auf dieser Strecke keinen sogenannten mobilen Dienst gibt, sieht das bisherige Prozedere für Menschen mit Behinderung oder Handicap so aus: Sie müssen rechtzeitig beim Betreiber ihre Zugfahrt anmelden. Im Zug selbst helfen Zugbegleiter oder Fahrdienstleiter beim Aus- oder Einstieg.

Ist der hilfebedürftige Fahrgast jedoch nicht angemeldet, kann es passieren, dass kein Zugpersonal zur Hilfeleistung zur Verfügung steht und die Betroffenen auf die Hilfe von Mitreisenden angewiesen sind. hko

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