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RETTUNGSHUNDESTAFFEL MALTESER ROSENHEIM FEIERT ZEHNTEN GEBURTSTAG

„Aufgeht’s Fritz, such!“

Die Rettungshunde der Malteser sind immer und überall im Einsatz. Auch bei Eis und Schnee.  re
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Die Rettungshunde der Malteser sind immer und überall im Einsatz. Auch bei Eis und Schnee. re

Begonnen hat alles im Jahr 2006. „Damals spalteten wir uns von einer anderen Gruppierung ab und gründeten die Rettungshundestaffel bei den Maltesern Rosenheim“, sagt Christiane Mecker aus Brannenburg. Heute umfasst die Hundestaffel zehn geprüfte Flächensuchhunde, einen Personen-Spürhund sowie 20 Hunde in Ausbildung.

Brannenburg/Rosenheim – Zum zehnten Geburtstag gab es ein Highlight: „Bei einer Hundeprüfung in Stuttgart haben fast alle unsere Hunde bestanden“, sagt Mecker glücklich. Die Rettungshundestaffel ist Teil des Katastrophenschutzes.

„Jeder Hund hat ein Herrchen“, sagt sie. In ihrem Fall natürlich ein Frauchen. Sie ist zusammen mit ihrem griechischem Schäferhundmischling „Fritz“ das einzige Mantrailerteam bei der Malteser-Staffel.

Die Aufgabe der Rettungshundestaffel liegt in der Vermisstensuche. Erst an Silvester seien die Hunde wieder im Einsatz gewesen. Gegen 23 Uhr sei ein Notruf gekommen: Mann am Inndamm vermisst. Doch kurze Zeit später dann die Entwarnung: Die Hunde hatten ihn rasch gefunden.

Häufig werde nach Personen gesucht, die dement sind und den Weg nach Hause nicht mehr finden. Immer wieder komme es aber auch vor, dass das Team wegen einem Suizidgefährdeten ausrückt, so Mecker. Aber auch verirrte Wanderer oder Lawinenopfer spüren die Hunde der Rettungsstaffel auf. „Im Durchschnitt kommt es pro Jahr zu circa 40 Einsätzen der Rettungshundestaffel der Malteser Rosenheim“, so Christiane Mecker. Egal ob Sommer oder Winter, es gebe kein schlechtes Wetter und keine Nachtruhe, weder im Einsatz noch im Training.

Die Arbeit mit den Rettungshunden erfordere neben dem kontinuierlichen Training mit den Tieren auch eigene Fitness und jede Menge technisches Verständnis. Funk und GPS-Suche, Einsatztaktik und Erste Hilfe werden groß geschrieben. Mindestens acht Stunden pro Woche wird in Theorie und Praxis geübt. Des Weiteren gibt es verschiedene Zusatzausbildungen wie zum Beispiel zum Sanitäter, um auch im Bedarfsfall in anderen Abteilungen der Malteser Rosenheim unterstützend tätig sein zu können.

Als Rettungshund können verschiedene Hunderassen eingesetzt werden. Für die Flächensuche, bei der die Hunde von der Leine gelassen werden, damit sie im Hochwind schnuppernd frei in unwegsamem Gelände die Person suchen können, werden oft Australien Shepards und Border Collies ausgebildet. Beim Mantrailerteam eignen sich Jagdhunde, wie Bloodhound (englischer Bluthund) oder Schweißhunde jeglicher Art. Sie werden stets an der Leine geführt, da diese nur eine Person finden sollen. Ihnen wird ein Kleidungsstück zum Beschnuppern vor die Nase gehalten, damit sie die Fährte aufnehmen können. Besonders wichtig ist bei den Mantrailerhunden, dass sie äußerst resistent gegen Einflüsse aus der Umgebung sind. Der Hund soll sich ausschließlich auf die Suche des Vermissten konzentrieren und nicht etwa auf vorbeifahrende Autos oder laute Kinder reagieren. Der Personen-Spürhund soll, mit seiner Nase tief am Boden, deneindeutigen Referenzgeruchaufnehmen.

Genauso wichtig sind im gesamten Team auch die Helfer ohne Hund, die im Training und Einsatz mit großem Engagement die Arbeit unterstützen. Das Malteserteam verfügt im Moment über eine Truppe von 30 Männern und Frauen. Sie arbeiten rein ehrenamtlich.

Mehr über die Arbeit der Rettungshundestaffel der Malteser Rosenheim gibt es unter www.malteser-rosenheim.de

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