Hat auch in Höslwang und Grassau zugeschlagen: Serien-Einbrecher muss hinter Gitter

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Wenig Beute im Gesamtwert von nur 300 Euro bescherten einem 51-jährigen Rumänen drei Einbrüche. Das Amtsgericht Traunstein verhängte gegen den in mehreren Ländern einschlägig vorbestraften Mann wegen Diebstahls und Sachbeschädigung in drei Fällen eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung.

Höslwang/Grassau/Traunstein – Einen Bürocontainer in Grassau suchte der Angeklagte Anfang Juni 2018 heim. Ihm fielen lediglich 70 Euro Bargeld in die Hände. Der Sachschaden summierte sich auf 100 Euro. Zudem hinterließ der Rumäne Genspuren. Der Abgleich durch die Polizei mit einem DNA-Treffer bewies die Täterschaft des 51-Jährigen.

Drei Wochen später drang er in einen als Gartenhäuschen genutzten alten Wohnwagen im rheinland-pfälzischen Wittlich ein. Er entwendete ein Solarpaneel, eine Taschenlampe und eine Karaoke-Box mit einem Gesamtwert von 180 Euro. Der Sachschaden betrug 200 Euro. Auch hier wurden dem Dieb seine DNA-Spuren zum Verhängnis.

Whiskey-Flaschen sprachen Bände

Den dritten Einbruch beging er am 3. Mai 2019 in Höslwang. Mithilfe eines Maurerhammers gelangte er am Nachmittag in ein Gartenhaus, wurde dort aber von Zeugen überrascht. Ein Akkuschrauber und die geklauten Spirituosen hatten einen Wert von zusammen etwa 50 Euro. Fünfmal höher lag der Sachschaden mit 250 Euro.

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Die Eigentümer des Häuschens konnten der Polizei Innenaufnahmen präsentieren, auf denen genau die Whiskey-Flaschen zu erkennen waren, die der Langfinger bei sich trug. Seither saß der 51-Jährige in Untersuchungshaft. Er bat alle Geschädigten vor dem Amtsgericht um „Vergebung“ und beteuerte, er werde so etwas „kein einziges Mal wiederholen“.

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Seine Delikte erklärte der Täter mit Geldnot. Er sei ein „guter Arbeiter“. Vor dem Fall in Grassau habe er drei Tage lang keinen Job gefunden gehabt. Aus den Vorstrafenlisten in Deutschland mit Verurteilungen in München und Passau, in Rumänien und Italien wurde jedoch deutlich: Der 51-Jähriger ist ein notorischer Dieb und musste schon mehrere Gefängnisstrafen verbüßen.

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Staatsanwältin Maria Riedl wollte wissen, ob er bei seinen diversen Reisen nach Deutschland hierzulande jemals ordentlich gearbeitet habe. Der 51-Jährige berichtete von „Schwarzarbeit in einer Pferdezucht“, Er habe aufgehört, weil ihm die Arbeit zu hart war. Außerdem sei er vor drei Jahren bei einem Autounfall verletzt worden, bei dem seine Frau gestorben sei.

„Fast gewerbsmäßig unterwegs“

Die Vertreterin der Anklage plädierte auf eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten ohne Bewährung. Strafschärfend wertete sie neben den Vorstrafen die hohe Rückfallgeschwindigkeit: „Er zieht schon fast gewerbsmäßig durch das Bundesgebiet und begeht Einbruchsdiebstähle.“ Die Schäden seien bisher nicht ersetzt worden. Verteidiger Miguel Moritz aus Traunstein beantragte eine Freiheitsstrafe von unter einem Jahr und mit Bewährung. Sein Mandant sitze seit vier Monaten in Untersuchungshaft und sei ob der fehlenden Sprachkenntnisse besonders haftempfindlich. Das Geständnis spreche für eine positive Sozialprognose. Der 51-Jährige wolle nach Rumänien zurückkehren und sich um seine Mutter kümmern.

Freiheitsstrafe soll abschreckend wirken

Im Urteil zeigte sich Richter Christopher Stehberger überzeugt, die Sozialprognose des Angeklagten sei keineswegs positiv: „Die Taten gleichen sich wie ein Ei dem anderen.“ Zur Abschreckung sei eine Freiheitsstrafe folgerichtig unabdingbar. Den Haftbefehl hielt das Gericht aufrecht. Der 51-Jährige kündigte noch im Gerichtssaal an, er werde die Entscheidung anfechten.

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