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AUS DEM GEMEINDERAT

Auch Drohnen sollen künftig retten: Gemeinde Kiefersfelden nimmt am Förderprogramm „Almoda“ teil

Einstimmig hat der Gemeinderat Kiefersfelden beschlossen, am Förderprogramm „Almoda“ teilzunehmen. Durch den Aufbau und Nutzung einer mobilen Infrastruktur sollen in Zukunft auch die Rettungseinssätze der Freiwilligen Feuerwehr Kiefersfelden erleichtert werden.
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Einstimmig hat der Gemeinderat Kiefersfelden beschlossen, am Förderprogramm „Almoda“ teilzunehmen. Durch den Aufbau und Nutzung einer mobilen Infrastruktur sollen in Zukunft auch die Rettungseinssätze der Freiwilligen Feuerwehr Kiefersfelden erleichtert werden.
  • vonFranz Hoffmann
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Mit der digitalen Zukunft im Bereich Verkehrslenkung beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Zusammenkunft. Dabei stand eine Entscheidung über die Teilnahme am Förderprogramm „Alpiner Mobilitäts-Datenraum Inntal (Almoda)“ auf der Tagesordnung. Und der stimmten die Räte einmütig zu.

Kiefersfelden – Zuvor hatte Professor Christian Arbinger, Geschäftsführer von „Dimos“ (Digital Mobility Operating Systems), das Projekt seines Unternehmens vorgestellt.

Projektstart ist für Frühjahr geplant

Initialisiert wurde das Förderprogramm Almoda im Jahre 2019 durch die Machbarkeitsstudie der Gemeinde Kiefersfelden und der Stadtgemeinde Kufstein für die Mobilität der Zukunft. Fördergeber ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das Fördervolumen ist auf drei Millionen Euro festgesetzt. Aktuell läuft die Phase für die Erstellung der finalen Vorhabensbeschreibungen, die bis Ende dieses Monats vorliegen sollen. Der Projektstart ist laut Arbinger dann für das kommende Frühjahr geplant.

Dabei gehe es im Wesentlichen um die digitale Mobilität und die Verkehrslenkung im Inntal mit grenzüberschreitendem Datenraum. Das auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgerichtete Projekt wurde in einem Vorlaufs-Zeitraum von zwölf Monaten ausführlich mit dem BMVI geplant. Als Almoda-Projektpartner sind unter anderem die Gemeinden Kiefersfelden und Oberaudorf, die TH Rosenheim und die FH Kufstein sowie weitere, auf Digitalisierung ausgerichtete Unternehmen mit an Bord, sagt Arbinger.

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Die Anwendungsszenarien seien dabei in drei Stufen festgelegt: lokal, regional und grenzüberschreitend.

Im ersten Jahr stehe der lokale Bereich im Fokus. Er umfasse die digitale Absicherung von Gefahrensituationen an Unfallhäufungsorten wie beispielsweise die Absicherung von Straßenkreuzungen, Bahnübergängen und die Echtzeitmeldung von Geisterfahrern. Auf regionaler Ebene sind dann basiertes Verkehrsmonitoring und automatisierte Verkehrsflusssteuerung im Mobilitäts-Datenraum möglich.

Dies schließe die Überwachung verkehrs- und umweltrelevanter Leistungskennzahlen wie Verkehrsfluss, Verkehrsdichte sowie Lärm- und Schadstoffbelastung ein. Hinzu komme die automatische Verkehrsflusssteuerung, die über Anzeigetafeln für Geschwindigkeit und Fahrspuren erfolgen könnte. Diese gebe gleichzeitig noch Verkehrsrichtungen vor und könne auch Ampeln steuern.

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Diese Maßnahmen sollen auch per Smartphone-App für jeden Verkehrsteilnehmer abruf- und nutzbar sein. Letztlich sei das Augenmerk bei der grenzüberschreitenden Variante – die sich hauptsächlich auf die Rettungseinsätze der Feuerwehr Kiefersfelden bezieht – auf Aufbau und Nutzung einer mobilen Infrastruktur für Rettungseinsatze mit Drohnen gerichtet, erklärt Arbinger.

Das Fördervorhaben ist die Weiterführung der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2019. Und dieses stoße nicht nur bei der Freiwilligen Feuerwehr auf Interesse, sondern auch bei den koordinierten Rettungseinsätzen wie BRK und Polizei – nicht zuletzt wegen der Nutzung von Drohnen bei Rettungseinsätzen. Die Förderinhalte würden insbesondere die digitale Ertüchtigung des Feuerwehrhaus-Neubaus zur Nutzung von Drohnen mit Rolltor und Landepad, Navigationsantennen, Wetterstation, Server und digitale Karten umfassen.

Auch die Auswahl und Beschaffung einer Drohne, die für Rettungseinsätze tauglich sei, wäre inkludiert – ebenso die Ausbildung von Feuerwehr-Personal als Drohnenpiloten und grenzüberschreitende Rettungsszenarien in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Kufstein.

140.000 Euro aus dem Gemeindesäckel

Und davon könne auch die Gemeinde profitieren, denn durch eine enge Interaktion der Projektpartner kann der Aufwand für Training, Betrieb und Wartung der Drohne durch die Feuerwehr Kiefersfelden als Projektziel minimiert werden, sagt Arbinger. Das Fördervolumen der Gemeinde Kiefersfelden betrage etwa 140.000 Euro bei einer Förderquote von 100 Prozent.

Für Bürgermeister Hajo Gruber (UW) und seine Ratskollegen sei dieses Förderprogramm ein „stimmiges Unterfangen“. Dieses würde über drei Jahre laufen und den Gemeindesäckel zunächst mit 140.000 Euro belasten. Das Geld würde aber im Rahmen der Förderung wieder zurückfließen.

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