Diskussion um Teilhauptschule in Niederaudorf

Auch ein Abriss wäre denkbar

Oberaudorf - Was soll aus dem Gebäude der Hauptschule in Niederaudorf nach dem Umzug der Schüler nach Kiefersfelden im Herbst werden? Die Frage der Nachnutzung beschäftigte den Oberaudorfer Gemeinderat in seiner ersten Sitzung im Jahr 2010. Viele Möglichkeiten seien denkbar. Sogar ein Abriss des 1967 erbauten Schulhauses wurde von den Gemeinderäten ins Gespräch gebracht.

Aufgrund der aktuellen und künftigen Schülerzahlen in den nächsten fünf Jahre ist es ab dem neuen Schuljahr 2010/11 möglich, alle Hauptschulklassen in Kiefersfelden zu beschulen, führte Bürgermeister Hubert Wildgruber aus. Der Schulverbund Oberaudorf-Kiefersfelden basiert auf einem öffentlich-rechtlichen Vertrag, der aufgrund der neuen Situation in Teilen verändert werden muss.

Die Gemeinderäte befürchten eine mögliche Erweiterung des Kiefersfeldener Schulhauses bei eventuell doch steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren, hat doch die Gemeinde Kiefersfelden inzwischen einen an die Schule angrenzenden Parkplatz erworben. "Es wäre ein Wahnsinn, wenn es in ein paar Jahren hieße, Kiefersfelden braucht einen Erweiterungsbau - und das Gebäude in Niederaudorf stünde leer, würde anders genutzt oder sei sogar schon abgerissen worden", gaben die Gemeinderäte zu bedenken.

Auch hinsichtlich des neuen Schulsportplatzes an der Kufsteiner Straße wurde eine genaue Nutzungsanalyse gefordert. "Unser finanzieller Anteil soll sich auf die tatsächlich erteilten Schulsportstunden beziehen." Von einer Beschlussfassung im Gemeinderat wurde abgesehen, muss doch die genaue juristische Formulierung des künftigen öffentlich-rechtlichen Vertrags noch eingehend bearbeitet werden. Die Bedenken des Gremiums sollen einfließen und schriftlich fixiert werden.

Hinsichtlich der Nachnutzung der Hauptschule Niederaudorf wird ein Studentenwettbewerb ausgelobt, der sich auch des Gesamtareals Kindergarten, Alte Schule und Hauptschule Niederaudorf annehmen soll. ge

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