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AUS DEM GEMEINDERAT NUSSDORF

Anleinpflicht wird kommen

Mit einem Antrag auf Leinenpflicht für Hunde in der Nußdorfer Au und im Landschaftsschutzgebiet von Windshausen bis zum Neubeurer See wendet sich ein Nußdorfer Bürger an seine Gemeinde.

Nußdorf – Dabei unterstützten ihn namhafte Mitstreiter wie die Bundesforsten, die Jagd- und Fischpächter, die Nußdorfer Jagdgenossen und die untere Naturschutzbehörde.

Voran gegangen war ein Angriff dreier freilaufender Hunde auf den Antragsteller, der durch die Nußdorfer Au joggte (wir berichteten). Offenbar hatte die Hundehalterin die Kontrolle über die Vierbeiner verloren. Der Jogger, der sich mit Fußtritten und einem Taschenmesser zu wehren versuchte, wurde schließlich von der Dame angezeigt. Sie fühlte sich von dem „bewaffneten“ Jogger persönlich angegriffen. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt.

Kein Einzelfall meint der Antragsteller, denn die Zahl freilaufender Hunde in der Nußdorfer Au hätten in den letzten Jahren extrem zugenommen. Insbesondere auch, weil in Nachbargemeinden in verschiedenen Bereichen bereits Leinenzwang bestünde. Ähnliche Klagen führen auch seine Unterstützer, denn freilaufende Hunde störten Bodenbrüter bei ihrem Brutgeschäft und verschreckten das Wild.

Ein im Publikum anwesender Jagdaufseher wurde von Bürgermeister Sepp Oberauer nach den rechtlichen Möglichkeiten, die ihm zustehen befragt. Dieser erklärte, dass die zur Ausübung des Jagdschutzes nach dem Bayerischen Jagdgesetz berechtigte Personen befugt seien, geeignete Maßnahmen zum Schutz des Wildes zu ergreifen. Dazu gehöre es unter Umständen auch, wildernde Hunde zu töten. Allerdings sei das nur möglich, wenn der Hund eindeutig nicht zu einem in der Nähe befindlichen Hundeführer gehöre, weit genug von einem Haus entfernt sei und wenn der Hund erkennbar dem Wild nachstelle. Bei einer Klage wären solche Situationen ohne Zeugen kaum nachweisbar.

Anlein-Verordnung zur Verhütung von Gefahren

Da es in Bayern keine allgemeine Anleinpflicht gibt, können nach der bestehenden Rechtslage die Gemeinden durch Verordnung das freie Umherlaufen von Hunden in öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen einschränken – zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder die öffentliche Reinlichkeit.

Nach kurzer Beratung des Gemeinderates, bestand einhellig die Meinung, eine Leinenpflicht im Gemeindegebiet zu verordnen.

Ein Ratsmitglied stellte fest, dass es auch vernünftige Hundeführer gäbe, die ihren Vierbeiner gut erzogen hätten und der zudem gehorchen würde. Diese müssten unter möglichen einschränkenden Maßnahmen leiden. Außerdem würden Hundebesitzer gegebenenfalls auf andere Freiflächen oder gar landwirtschaftlich genutzte Flächen ausweichen.

Bürgermeister Sepp Oberauer stellt dem Gemeinderat drei grundsätzliche Varianten für eine Leinenverordnung vor, die einige ausgewählte Flächen oder auch das gesamte Gemeindegebiet betreffen könnten. Bei einer ganzheitlichen Einschränkung müsste dann aber, aus Gründen des Tierschutzes, eine „Freilauffläche“ ausgewiesen werden.

Nach Abschluss der Diskussionen wurde die Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung damit beauftragt, umsetzbare Vorschläge vorzubereiten.

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