Alternative angeboten

Die drei Mobilfunksendeanlagen an der Wöhrstraße in Thansau bekommen möglicherweise bald Zuwachs: Auf einem angrenzenden Grundstück will die E-Plus Mobilfunk einen 30 Meter hohen Stahlgittermast für Funkantennen samt der zugehörigen Versorgungseinheiten aufstellen. Der Gemeinderat erteilte dem Tekturantrag zwar geschlossen eine Absage; allerdings besteht die Gefahr, dass das Landratsamt das Einvernehmen ersetzt.

Rohrdorf - Die geplante Anlage, heißt es im Beschluss, beeinträchtige nicht nur die bestehende Wohnbebauung und störe das Landschaftsbild. Auch wirke sich die Sendestation nachteilig auf im Flächennutzungsplan als Erweiterungsflächen vorgesehene Areale aus. Allerdings, hatte Bürgermeister Christian Praxl mit Verweis auf den Landesentwicklungsplan eingangs erläutert, habe die Kommune gegen Masten bis zu einer Höhe von 30 Metern wenig Handhabe.

Um die Antennenanlagen möglichst weit von den Siedlungen abzurücken, hatte die Gemeinde dem Mobilfunkbetreiber alternativ zum Standort an der Wöhrstraße ein rund 150 Meter entfernt gelegenes Grundstück am Achendamm angeboten; dorthin sollten dann auch die bereits bestehenden Anlagen umziehen und auf dem neuen Gittermast installiert werden. Bis zur Sitzung habe sich E-Plus hierzu jedoch nicht geäußert.

Des Weiteren stand erneut der Flächennutzungsplan auf der Tagesordnung, der jüngst auch Thema einer Besprechung des Bürgermeisters bei der Regierung von Oberbayern gewesen ist. Wie berichtet hatte die Höhere Landesplanung Einwände gegen den Umfang der geplanten Ausweisung von neuen Wohnbauflächen erhoben und wird wohl nicht von ihrer Auffassung abrücken. Deshalb soll das zuständige Planungsbüro nun ein Konzept erarbeiten, wie diese reduziert werden können. Rein rechnerisch seien für den bis zum Jahr 2025 angepeilten Bevölkerungszuwachs auf rund 6000 Einwohner etwa 15 Hektar erforderlich; im Planentwurf sind derzeit 25 Hektar vorgesehen. Um der Gemeinde aber einen gewissen Handlungsspielraum zu erhalten und zugleich die Marschroute für die fernere Zukunft aufzuzeigen, soll ein Puffer, der über das Entwicklungsziel der kommenden 15 Jahre hinausgeht, im Plan verbleiben. Hier wäre die Kennzeichnung mit einem gesonderten Planzeichen denkbar.

Das in Lauterbach südlich der Kläranlage angepeilte Gewerbegebiet - dort vermisste die Landesplanung unter anderem die Anbindung an den Ort - wird unterdessen gestrichen. Im Gemeindebereich seien nach Ansicht der Genehmigungsbehörde genügend anderweitige gewerblich nutzbare Flächen - etwa durch Mischgebiete - dargestellt. Der Billigungsbeschluss für den Entwurf wurde auf die Dezember-Sitzung verschoben.

Derweil gehen die Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche in Höhenmoos ihrem Ende entgegen. An den Kosten beteiligt sich die Gemeinde mit einem Zuschuss von 5000 Euro.

Zudem soll geprüft werden, ob und welchem Rahmen die Ortsvereine die für den Schülertransport geleasten Busse nutzen können. pil

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