2020 Badespaß für Rollstuhlfahrer am Badesee Neubeuern?

20 Prozent Gefälle machen auch an dieser Stelle den rollitauglichen Zugang zum See schwierig, Gemeinde und Verkehrsverein wollen es aber probieren. Reischl-Zehentbauer

an der noch im Juli auserkorenen Stelle wird am Neubeuerer Badesee keinen rollitauglichen Zugang geben. Dort ist das Ufer zu steil. Nun favorisieren Gemeinde und Verkehrsverein das westliche Ufer. Und wollen dort 20 Prozent Gefälle bis 2020 beseitigen.

Neubeuern – Bereits im Juli trafen sich Zweiter Bürgermeister Martin Schmid, Behindertenbeauftragter Alois Niederthanner, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Georg Paul, der Vorsitzende der Stiftung Menschen mit Behinderung des LandkreisesHans Kerschbaumer und der Rollstuhlfahrer Josef Höck am Badesee Neubeuern, um die Voraussetzungen für eine Bademöglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu prüfen. Ins Visier nahmen sie bei ihrer Seebegehung das Areal am Kinderspielplatz, das aufgrund der zu steilen Lage schlechte Voraussetzungen bot. Das verworfen wurde und damit für die Nachricht sorgte, das Projekt sei geplatzt.

Ist es vorerst nur für dieses Jahr und an dieser Stelle. Die Verantwortlichen machten sich auf die Suche, ob es irgendwo anders am See eine Möglichkeit gebe. Am westlichen Ufer, nahe des Inndamms, fanden sie bessere Gegebenheiten zur Einfahrt in den See. Der favorisierte Bereich verfügt dazu über schattenspendende Bäume.

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„Wir werden alles daran setzen, unser Vorhaben bis zur Badesaison 2020 zu realisieren“, sagt Georg Paul. „Das Projekt ist nur aufgeschoben und wird weiterhin von Pächter, Verkehrsverein Neubeuern und von der Marktgemeinde verfolgt.“

Die Absicht, zwei Baderollis mit barrierefreiem Zugang zum See zu installieren, wurde dem Gemeinderat während einer Sitzung vorgestellt und erfreute sich durchwegs positiver Resonanz. Dass die Planungen aufgrund des 20-prozentigen Geländegefälles schwierig werden könnten, ist den Initiatoren bewusst. „Eine Abflachung des Seezugangs auf zehn Prozent auf dem 20 Meter langen Weg zum Gewässer ist erforderlich. Dies wollen wir durch Baggerarbeiten bewerkstelligen. Eine Option besteht auch darin, den behindertengerechten Weg nicht geradlinig anzulegen, sondern durch einen leicht abgeschrägten Verlauf zu entschleunigen“, erklärt Paul. Erdarbeiten könnten erst nach der Badesaison beginnen. rep

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