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WEGPATENPROJEKT IN BRANNENBURG HAT GESTARTET

18 Wegepaten kümmern sich um Wanderwege in Brannenburg

Die beiden Gemeinderäte Quirin Schwaiger (links) und Simon Faltner haben sich das Wegpatenprojekt überlegt und setzten es nun um.
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Die beiden Gemeinderäte Quirin Schwaiger (links) und Simon Faltner haben sich das Wegpatenprojekt überlegt und setzten es nun um.
  • Barbara Forster
    VonBarbara Forster
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Damit die bestehenden Wanderwege von nun an immer im Top-Zustand bleiben, haben zwei Gemeinderäte aus Brannenburg ein Wegpatenprojekt entworfen. Seit Ende Februar nehmen nun 18 ehrenamtliche Wegepaten die Wege unter Augenschein und prüfen deren Qualität.

Brannenburg – Die bestehenden Wege pflegen und hegen – mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom Oktober haben die Gemeinderäte Simon Faltner (Junges Dorf Brannenburg) und Quirin Schwaiger (CSU) ein Konzept für ein Wegpatenprojekt in Brannenburg entworfen und in Absprache mit der Touristinfo Brannenburg nun umgesetzt. Seit rund drei Wochen wurden die Wanderwege im Gebiet Brannenburg an 18 ehrenamtliche Wegepaten vergeben, die ab sofort dreimal im Jahr die Wege abmarschieren und nach dem Rechten sehen.

Wandertourismus steige immer mehr an

„Unser Ziel sind wachsame Augen und eine helfende Hand, die sich für Abschnitte verantwortlich fühlt und sich ehrenamtlich einbringen will“ so Faltner. Man sei sich einig, dass keine neuen Wege geschaffen, sondern die bestehenden besser gepflegt und unterhalten werden sollen. Nicht zuletzt wegen Corona: Die Bergbauern hätten sich beschwert, dass zu viele E-Biker unterwegs seien. Um die Parteien besser zusammenbringen, kam die Idee eines Wegpatenprojekts auf. Für die Bergbauern sollen außerdem neue Tiergatter besorgt werden, sagt Faltner.

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Schwaiger ergänzt, dass der Wandertourismus am Berg aber auch in der Ortschaft im kommenden Jahr noch einmal deutlich zunehmen werde: „Wir möchten dafür sorgen, dass dabei die bestehenden Wege gut erkennbar und nutzbar sind.“ Die 18 Paten werden künftig zum Beispiel schauen, ob die Schilder richtig angebracht sind oder ob ein Bankerl zerstört wurde. „Vom Rentner bis zum Jugendlichen haben wir alle dabei. Das ist total genial“, freut sich Faltner. Ausgestattet wurden die Paten mit Westen, Scheren und einem Reinigungsset für Wanderschilder. Kleiner Sachen sollen selbst von den Paten behoben werden, größere Schäden werden dem Bauhof gemeldet.

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Im ersten Schritt sollen sie mit einem Begehungsprotokoll eine Bestandsaufnahme der Mängel und von neuen Ideen vornehmen. „Wir sind gespannt, was aus diesem sehr motivierten Team alles entstehen wird. Von neuen Rastmöglichkeiten über besseren Ausschilderungen sind bereits bei unserem ersten Treffen, viele Anregungen mitgeteilt worden“, sagt Schwaiger.

Um gleich ins Projekt zu starten, musste das erste Treffen Ende Februar online durchgeführt werden. „So können nach der Bestandsaufnahme im Laufe des Jahres bereits die ersten Verbesserungen vorgenommen werden“, so Schwaiger. „Der Ursprungsgedanke war: ‚Bei uns ist es schön, zeigen wir es her.‘ Und das ist nun auch unser Motto.“

Keine Konkurrenz zum Alpenverein

Abwarten bis die Corona-Inzidenz entsprechend gesunken ist, sei für Schwaiger und Faltner keine Option gewesen. Zudem betonen sie, dass man mit dem Projekt nicht in Konkurrenz mit dem Deutschen Alpenverein trete. Auch sei man nicht in der Verantwortung, alle Wege verkehrssicher zu machen. Vielmehr gehe es um ein bewusstes Hinsehen und ein gemeinsames Vorantreiben.

Bürgermeister Matthias Jokisch zeigt sich begeistert von diesem Projekt: „Ich finde es ganz toll, es ist sehr zu unterstützen.“ Weil dies eine Sache sei, die man als Gemeinde schwer umsetzen könne, freue er sich über das ehrenamtliche Engagement der Wegepaten.

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