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Ein Zeichen der Gemeinschaft

100 Gläubige begehen die „Goldenen Samstage“ in Kirchwald

Sich auf den Weg machen: Pilgergemeinde am „Goldenen Samstag“ in Kirchwald
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Sich auf den Weg machen: Pilgergemeinde am „Goldenen Samstag“ in Kirchwald
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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„Der Kirchwald ist uns seit Kindheit vertraut, hier haben sich schon meine Eltern verlobt“ – Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner erzählt rührende Einsiedelei-Erinnerung. Im kommenden Jahr soll in der Kirche von Kirchwald die 300-Jahr-Feier begangen werden

Kirchwald/Nußdorf – „Es ist immer wieder schön, wenn die Leute im Oktober zu den Goldenen Samstagen nach Kirchwald kommen“ – so Bruder Damian, der zum dritten Male seit seinem Einzug in die Einsiedelei bei den Gottesdienstfeierlichkeiten mit dabei war.

„Unterwegs im Auftrag Gottes“

Traditionell werden an den ersten drei Oktobersamstagen jeweils drei Gottesdienste gefeiert, der dritte Goldene Samstag fällt stets auf den Vortag zum Kirchweihfest. Bei den drei letzten Gottesdiensten, die aufgrund des guten Wetters und wegen der Corona-Maßnahmen im Freien gefeiert wurden, waren Pfarrer Christoph Rudolph vom Pfarrverband Nußdorf-Neubeuern sowie bereits zum fünften Male Gast-Pfarrer Thomas Schwarzenberger von den Tiroler Pfarreien Erl und Niederndorferberg die Zelebranten.

„Wenn wir hierher nach Kirchwald pilgern, dann sind wir im Auftrag Gottes unterwegs, um Freunde zu besuchen oder um uns selbst aufzurichten. Bleiben wir dankbar für diesen Platz, den Gott gewollt und gemacht hat“. Mit diesen Worten begann Pfarrer Schwarzenberger seine Predigt und fügte an: „Man muss nicht Minister oder Ministerpräsident sein, um sich um Andere zu kümmern. Begegnungen, die Kraft geben, kann Jedermann anstreben, indem er sich auf den Weg macht. Sehen wir in diesem Sinne, was gut ist und bleiben wir nicht hängen bei dem, was nicht so gut ist“.

100 Gläubige bei Gottesdiensten

An allen drei Gottesdiensten um 7 Uhr, um 8 Uhr und um 9 Uhr beteiligten sich rund 100 Gläubige. Für die musikalische Gestaltung sorgten abwechselnd der Oberaudorfer Dreigesang, die Rohrdorfer Sängerinnen, die Thalmanner Zithermusi sowie Nussdorfs Kirchenmusiker Rudi Hitzler mit seinem Sakral-Keyboard. Nach der Feier zur Ehre Gottes gehört es zur guten Kirchwald-Tradition, nebenan in der Hütte vom Schneiderwirt Brotzeit zu machen.

Unter den Pilgern war auch Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, der seine Eindrücke so zusammenfasste: „Der Kirchwald ist uns seit Kindheit vertraut, hier haben sich schon meine Eltern verlobt und wir kommen immer wieder an diesen Kraftort zurück“.

Auch für Hans und Irmgard Adamer aus Greimharting gehören der Kirchwald und die Goldenen Samstage zum festen Bestandteil ihrer Glaubensausübung. „Hier können wir unsere Anliegen der Mutter Gottes anvertrauen und der Gang von Gritschen hierher ist für uns ein meditativer Spaziergang“. Sowohl von Samerberger Seite als auch von Nußdorfer Seite aus führen Kreuzwege mit Rosenkranzgeheimnissen zur Einsiedelei.

Für Pfarrer Christoph Rudolph sind die Goldenen Samstage ein Zeichen der Gemeinschaft und des Zusammenhelfens. „Ob Bruder Damian, der gesamte liturgische Dienst, die Mitglieder unserer Pfarrgremien oder die musikalischen Gestalter, sie alle tragen zum Gelingen bei. Und der Nußdorfer Trachtenverein stellte sich für den Aufbau des überdachten Freialtars zur Verfügung“ – so der Geistliche.

300-Jahr-Feier mit Weihbischof Bischof

Pfarrer Rudolph ließ zum Ende der Veranstaltung noch wissen, dass im kommenden Jahr die 300-Jahr-Feier der Kirche von Kirchwald gefeiert werden kann. Dann wird am Sonntag, 3. Juli 2022 zum Kirchenpatrozinium „Maria Heimsuchung“ um 10 Uhr Weihbischof Wolfgang Bischof einen Fest- und Jubiläumsgottesdienst feiern.

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